Gerhard Laukötter's Blog

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Zehn Sonnenhüte Diese Blume steht in vollster Blüte zeigt heute mir zehn Sonnenhüte. Sie recken sich ins volle Licht Ein Schattendasein heißt Verzicht. Ein Sonnenhut verwehrt die Strahlen, für die wir mit Gesundheit zahlen. Wenn uns die Sonne hell bescheint, wird sie der Haut schon oft zum Feind. So viel an hellstem Sonnenlicht verträgt der bleiche Mensch oft nicht. Solche Sorgen sind den Pflanzen fremd. Sie strecken gern ihr buntes Hemd ganz… Weiterlesen

Feuerwanzen-Tete a Tete Mehr als zwanzig Feuerwanzen treffen sich zum Tete a Tete. Wollen heute nicht mehr tanzen sagen Frischluft bald ade. In der warmen Mittagssonne suchen sie die beste Stelle. Sie erleben letzte Wonne durch die liebe Hitzequelle. Ständig gibt es ein Gedränge um den Platz im Sonnenstrahl. Körper werden zum Gemenge Bleiberecht gerät zur Qual. Ist der Tag vielleicht der letzte, bevor die Wanzen sich verziehn? Auch wenn ich die… Weiterlesen

Fluorit Das Nachmittagsoktoberlicht sich flach im Fluorite bricht. Die späte Sonne illuminiert, dass Kristallines toll brilliert. Wie schön war dieser Tag doch heut: der Himmel blau, dass es uns freut. Letzte Libellen schießen wild. Sie stören fast vom Herbst das Bild. Ich ließ die Wärme auf mich strahlen, die keine Rötung mir mehr malen. Marienkäfer sonnten sich in Massen noch im warmen Licht.

Nur ein Hühnerschiss Der Sonntagsmorgen grüßt fast blau. So wie ich froh nach draußen schau, entdecke ich auf meinem Weg vom Hühnerenddarm den Beleg. Eine Glucke läuft seit Tagen herum. Drei Küken sind nur selten stumm. Der Freilauf der Alleinerzieherin ist für den Garten nur Gewinn. Doch lässt es sich kaum hier vermeiden, dass diese Tiere auch ausscheiden. Hier liegt ein frischer Hühnerkot, der schillert bald in buntem Gold. Sein unverkennbar scharfer… Weiterlesen

Der Sonne entgegen Ein Weidenpfahl schräg abgestutzt vom Zahn der Zeit gebissen. Ein Stacheldraht als scharfer Schutz ist rostig braun verschlissen. Das Herz vom Pfahl ist ewig hohl Sein Holz zerfiel zu Erden. Darin fühlt sich die Nessel wohl, will stattlich groß hier werden. Aufrecht strebt nun ihr junger Trieb aus tiefster Gruft ins Freie. Ein Sonnenbündel hellt ihn lieb begrüßt so gern das Neue.

Im Morgengrauen Es ist fast vier So früh erwachen Sommertage Im Aufstehen Da zeigt sich mir Die keusche Wolkenlage In einem lila zarten Gewand, An dessen Saum Am horizonten Rand Sich erstes Licht ins Goldene bald flüchtet. Farben befeuern sich Leuchten wie aufgedimmt. Nur an den Häusern klebt noch nächtlich schweres Schwarz. Eine Amsel stimmt Im Tone sehr gepflegt Ihr Morgenlied nun an. Ich spür im Licht, wie schön der Morgen wächst.

Schmetterlinge lachen mit Der Frühling will schon Sommer werden. Die Sonne heizt heut mächtig ein. Es sprießt hervor aus weichen Erden. Manch Pflänzchen möchte erstes sein. Der Vögel Laune schallt zum besten. Viel Liebeslied tönt im Gesang. Ein Himmel blau von Ost nach Westen – stimmig erfüllt mit Zwitscherklang.

UV-Leichen Zur Nacht prasselte nur Regen Ungnädig stark auf Stadt und Land. Wasser floss auf wilden Wegen Gräben voll bis an den Rand. Um Mitternacht da klärte sich Der Himmel – zeigte Sterne. Die Regenfront gen Osten wich, verschwand in weiter Ferne. Und Morgen war so blank und klar Der Boden angefroren. Die Sonne stieg so wunderbar Ich fühlt mich neu geboren. Am Vormittag reizt mich das Blau Ins Grüne wollt ich… Weiterlesen

Oh sole mio! Kohle, Gas und Öl – kloppen wir bald in die Tonne. Wir tanken unendlich viel Strom direkt von der Sonne. Warum dauerte es eigentlich Hunderte von Jahren, um diese Lösung für unseren Energiehunger zu erfahren? Fossile Bodenschätze sind in Kürze ganz aufgebraucht. Der Schornstein hat übellang schwefelsauer geraucht. Auto und Flieger machten uns schier grenzenlos mobil. Für das aufgeheizte Klima wurde das dann zu viel. Selbst Schweröle bringen Luxusliner… Weiterlesen

Lichtblicke Die Sonne kam nur für Sekunden. Da wurd es grell vor lauter Licht. Sie hatt ein Wolkenloch gefunden – Zeigt kurz ihr strahlendes Gesicht. Es war genau ein Augenblick, Der schaute aus dem Wasserbild. Dies Kunstwerk kommt nicht mehr zurück Spektakulum – was warst du wild. Was da entstand, bleibt Zufall pur. Nichts gab es da zu ahnen. Die Sonne blendete da nur Mit Strahlen ihre Bahnen. So ändert sich in… Weiterlesen