Gerhard Laukötter's Blog

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Wenn Licht versinkt Wenn Licht versinkt am Horizont, sich weiter Blick minütlich lohnt. Goldwarmes Rot tönt die Kulisse schwärzt dabei alle Schattenrisse. Wie anders zeigt nun sich das Bild. Wenn Morgensonne hier früh spielt, lockt Farbenfülle sie hervor. Manch Vogel singt dann gern im Chor. Jungblüten werden wachgeküsst, wie sie ein warmer Strahl begrüßt.

Nach dem Sonnenuntergang Der Feuerrand der Sonnenscheibe sucht sinkend eine neue Bleibe. Am Horizont schwindet viel Glut Äther verliert minütlich Blut. Solch Untergang wirkt wie ein Ende – als gäbe es nunmehr die Wende. Der Tag verliert sein Sonnenlicht. Zum Dunklen letztes Rot zerbricht. Am Himmel treiben Wolkenketten als ob sie keine Heimat hätten. Gemächlich ist heut ihre Flucht. Doch jede wohl das Weite sucht. Zur Ruhe kommt hier diese Welt, nur… Weiterlesen

Schwaden Wie aus dem Nichts schwebt Nebel ein – Tröpfchen so dicht und ultrafein. Im Wiesengrund hängt Silberband von Abendkühle aufgespannt. Am Horizont versinkt viel Röte. Der Sonnenball kriegt Abstiegsnöte zeichnet Silhouetten, Baumgestelle am Horizont mit Wolkenwelle. Das Nebelband schwillt in die Breite greift dabei zärtlich in die Weite, verliert sich bald im Abendgrau. Sein Ende sehe ich nicht genau.

Himmlisches The sky is red – ein feuerrotes Himmelbett. Seit ewig färbt der Sonnenball die Erde rot beim Niederfall. Gefühleglut wird ausgelöst, wenn Untergang die Sinne stößt. Ist alles wieder grau in grau, dann fühlen wir wieder genau oft Schwermut oder gar Tristesse. Grau liefert selten Farbenstress. Der Himmel heut wölkchenbetupft im Feuerlicht Sehnsüchte ruft. Im warmen Ton vom Wolkenbauch mischt sich viel Wasserdampf wie Rauch.

Novemberfeuer Als hätte ein Emil Nolde seinen Pinsel geschwungen – am Himmel lauter feurige Wolkenzungen- im späten Novembernachmittagshimmelsbild da tanzten Farben ekstatisch als wild. Der Tag begann ganz windlos bis frosteisig kalt, schleiernde Nebel umschlangen den Rest vom Wald. So wie die Sonne über den kahlenden Bäumen stand, den zuckerreifen Glanz der Brennnesseln überwand, da wurde der dritte Novembertag spätherbstlich schön. Es gab am welken Gartenteich noch einmal Tanzstunden zu sehen. Mosaikjungfern… Weiterlesen

Wolkenfeuer Wer hat die Wolken angefeuert? Wer hat die Sonne so gesteuert, dass sie den Himmel rot besticht – mein Gott – ich weiß es nicht! Im Sinken sammelt sich die Glut und Wolkentaschen saugen Blut. Was sich am Abendzelt entzündet, wie Licht den Weg ins Feuer findet, das bleibt Geheimnis der Natur bringt Augenlust mir dafür pur. Minütlich wechselt jetzt die Farbe. Die späte Luft besitzt die Gabe, ein Strahlenmeer grad… Weiterlesen

Abendrot Was zündet diese Sonne Feuer! – eh sie am Horizont versinkt. Das Licht ist ziemlich ungeheuer So glühend rot und wärmt doch nicht. Novemberabend ganz zum Schwärmen Ein Farbenmeer im Spiegelbild. Es gibt kein Hasten und kein Lärmen Nur Sonnenglut erscheint uns wild. Wir halten dies oft für romantisch – Sitzen am Meer versunken da. Ob nun ästhetisch oder Kitsch Das nehmen wir kaum richtig wahr. Wie oft schon wollt ich… Weiterlesen

Abendglut Als ständ die ganze Welt in Flammen Glüht rot am Horizont ein Feuermeer. Hier kommt ein Lichtgenuss zusammen. Der Sonnenball hängt bodenschwer. Das Farbenspiel verliert sich im Minutentakt Vom Glutgewölbe schwindet hellstes Rot. Wie dann die goldne Kugel tiefer sackt, Dem Loderlicht ein jähes Ende droht. Die Baumgestalten liefern Silhouetten Ihr Kronendach noch offen – märzenlicht. Im Abendrot möchte ich wetten, dass Schwarzes aus dem Feuer bricht.

Kaltes Glühen Kaltes Glühen im April Spät zerreißt das graue Band – Als zum Abend Sonne will Röte schütten übers Land. Wolkenbänder sich verlieren Werden gegenlichtig blau. Falsche Sterne schwarz verzieren Engelwurz stellt sie zur Schau. Doldensamen längst verflogen – Keimen neu bald in den Mai. Blütenstände windverbogen Spreizen zarte Strahlen frei. Orangerot bis lila Töne Füllen bunt den Horizont.