Gerhard Laukötter's Blog

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Das Espenlaub Das Espenlaub es zittert nicht. Im warmen Strahl vom Sonnenlicht liegt es am Boden nach dem Sturm. Dort wartet stumm der Regenwurm. Von Rot bis Gelb ja fast in Gold – ist dieses Färbespiel gewollt? – zeigt sich ein jedes einzelne Blatt, das hier der Herbst verzaubert hat. Was hier am Boden liegt ist tot – strahlt dennoch wild im Feuerrot. Nie war das Blatt zuvor so schön. Sein Farbenkleid… Weiterlesen

Ausgereift Vom Engelwurz sind himmelwärts die Samen hin gerichtet. Ganz heiß pumpt heut das Sommerherz, dass Trockenheit verdichtet. Vorbei die Zeit von Duft und Tanz Blüten weckten Begehren. Die Samenfrucht ist reif so ganz will sich demnächst vermehren. Bald lockert sich der dünne Stiel, hält Samen noch als Frucht. Ein kleiner Ruck im Windesspiel der Freiheit für ihn sucht. Der Samen fällt zur Erde hin will keimen und groß sprießen. In ihm… Weiterlesen

Übermütig Übermütig voller Freuden Stürzen sie zum Wasser hin. Wollen keine Zeit vergeuden Nächstenliebe nur im Sinn. Pärchenweise schießen sie Durch des Schilfes schlanken Speere Einen Crash zeigen sie nie. Nichts kommt ihnen in die Quere. Voller Glut zum Abenteuer Jeder möchte doch ans Ziel. In der Luft brennt hier ihr Feuer, zwischen Leidenschaft und Spiel. Werben ohne Atempause Nur der Erste kommt zum Glück. Mal piano – dann Gebrause Mal noch… Weiterlesen

Süßer die Birnen nicht locken (2) Süßer die Birnen nicht locken Als zu dieser Spätsommerzeit. Am Birnenmus fast friedlich hocken Die Wespen im gelbschwarzen Kleid. Sie nagen am süßen Fleische Im innigen Schwesternverbund. Man hört keine bösen Geräusche Für Neid gibt es keinen Grund. Sie fressen fast wie Maschinen Und kauen in einem fort Als wären sie fleißigste Bienen Nur an einem falschen Ort.

Es eichelt Seit Wochen seh ich an den Zweigen, Wie kleine Eicheln suchen Licht. Mit jedem Zuwachs Äste neigen – Gen Boden zieht sie ihr Gewicht. So viele Eicheln sah ich selten. Zählen ist hier ganz ohne Zweck. Wenn alte Bauernregeln gelten, brauchen im Winter wir viel Speck.

Mittlere Reife Seit Wochen malt die späte Sommersonne an zarten Apfelwangen mit viel Wonne. Das Fleisch der Frucht Schmeckt süß wie sauer Und oft ist nur von kurzer Dauer der Hochgenuss im Apfelstück – Aromaglück. Wenn ich vom Ast „Prinz Albrecht“ streife, dann hat er grad die mittlere Reife. Er braucht jetzt noch Wohl ein paar Wochen Zum Backen, Dünsten oder Kochen. Dann zeigt er sich Weder hart noch weich Und ist… Weiterlesen