Gerhard Laukötter's Blog

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Oktoberwiesenfest Weil dieser Morgen freundlich war, lag ein Spaziergang ziemlich nah. Der Himmel gänzlich wolkenlos ließ pures Sonnenlicht gleich los. An der Wiese gleich nebenan der Ausflug auch für unsren Hund begann. Mein erster Blick galt dieser Wiese Ein leichter Windhauch, schwache Brise strich am Gesicht ganz sanft vorbei. Der Morgen machte mich so frei. Die hintere Wiese war zart weiß. Für Frost war diese Nacht zu heiß. War dort vielleicht ein… Weiterlesen

Der müde Weiher Was war das doch ein buntes Treiben: Der Weiher lud täglich zum Tanztee ein. Die Gäste wollten endlos hier wohl bleiben. Doch heute bleibt der Wassersaal allein. Herrlich geschmückt der sommerliche Uferrain mit Felberich, Blutweiderich und Wasserdost. Der Blütenduft lotst viele Flügeltiere ein – versprach Besuchern reichlich süße Kost. Seit Tagen bleiben Sommergäste aus. Die Seerose verschließt ihr letztes Blütenweiß. Spitzschlammschnecken kriechen tiefer in ihr Haus. Im spröden Röhricht… Weiterlesen

Der alte Sommer Dem Sommer werden die Knie weich Im Morgen schwebt ein Nebelreich. Der heiße Hauch der letzten Wochen hat sich ins Herbstlaub kühl verkrochen. Sonne lüftet langsam Gardinen, die alles zu verbergen schienen. So schwer hing lange nicht mehr Tau. Wie ich auf späte Rosen schau, da triefen sie voll Regenblut. Windesstillheit schützt sie gut. Dem frühen Licht fehlt jedes Grelle. beleuchtet wunderbar die Stelle, wo Spinne Seidengarn vernetzt.

Netzhäute Wenn Gärten heimischer doch wären, gäb es dort weniger Koniferen. Beim Nachbarn langweilen sie seit Jahren: Nadelgehölze die Pflege ersparen. Wie ein Haufen dauergrüner Biomasse verschönern sie das Bild zur Straße. Über manchen Vorgarten brech ich den Stab. Er hat den Charme vom Reihengrab. Gestern gab es fast zehn Stunden Regen. Da wollt ich mich heut früh bewegen. Die Morgensonne stand noch tief, was flaches Licht durchs Grüne rief. Vor Nachbars… Weiterlesen

Frau Weberknecht Frau Weberknecht staunte nicht schlecht. Ihr Nagellack der war nicht echt. Auf ihren Fußesspitzen sollten Silbertupfen eigentlich sitzen Denn wer solch lange Beine hat – sie meist noch spreizt zum Spagat, der möchte gern Akzente setzen. Schlanke Frauenbeine schätzen eine gute Fußpflege für alle Wege. Doch solch ein Zehennagelfarbenton wäre selbst mit Socken bloßer Hohn. Frau Weberknecht hat da wohl recht. Dieses fürchterliche Braunrose tut allen ihrer Augen weh. Der… Weiterlesen

So lang kann doch kein Bein sein… So lang kann doch kein Bein sein Dabei ganz super schlank und fein – Wer braucht denn solche Extremitäten, wo kleinere es längst schon täten? Es ist hier wohl der Weberknecht – der Name klingt schon ziemlich schlecht, Der seine Beine und zwar acht Unendlich lang und dürre macht. Wer solch abnorme Stelzen hat, besitzt Beinfreiheit im Spagat. Vom Weberknecht der Körper ist – wie… Weiterlesen

Wespenspinne Sie ist ein Octopus, Ohne ein Tintenfisch zu sein. Sie täuscht eine Wespe vor Im gelbschwarzen Design. Wir fanden sie nahe Honnef, dem Bad, Wo sie seit Jahren eine neue Heimat hat. Auf einer Obstwiese wurde sie entdeckt Hat Jungen und Mädchen (zu Tode) erschreckt. In Panik und fast außer Sinne Flüchteten sie vor einer Spinne. Ich war ihr bisher noch nie so nah. Durch das Zoomobjektiv da sah Ich ihr… Weiterlesen

Im Fadenkreuz Im Fadenkreuz – das klingt nicht gut. Da ist man äußerst auf der Hut. Manch Netz ist tückisch aufgespannt. Das Opfer bleibt noch unbekannt. Soll nur der Zufall blind entscheiden, wer hier in Kürze wird bald leiden? Wer hängt im Fadenkreuze fest, das selten wieder frei was lässt? In der Natur ist es die Spinne. Sie schärft zum Fangen ihre Sinne. In ihrem feinen Seidennetz, so mancher jäh sein Leben… Weiterlesen

Verwobenes Die Nächte später im August Sie bringen kühlenden Tau. Betörende Sommerlust Verspricht schon früh das Himmelblau. Sonnenhut und Rittersporn Verschwenden nun ihre Blüten Geerntet wird das letzte Korn. Wespen bald nicht mehr brüten. Am Boden funkeln feinste Netze Als Baldachin gut konstruiert. Sie brillieren fast wie Schätze – Wie Sonnenlicht drin jubiliert.

Seltsame Spuren Manchmal sind es Kleinigkeiten, die uns bei näherem Hinsehen ungeahnte Erkenntnisse bereiten. Was ist wohl hier geschehen? Die Gartenbank ist fein verwoben Mit Spinnenwebenhaut. Etwas Schillerndes hat mich bewogen, dass ich hab länger hingeschaut. Eine silbrige Bahn quer über die Fäden Bildet rätselhaft hier eine Spur. So etwas dürfte es nicht geben. Doch der Beweis der bleibt recht stur.