Deine Spuren im Sand

Deine Spuren im Sand

Deine Spuren im Sand
ja die fand
ich so im Vorbeigehen
hab sie fast übersehen.
Zart getupftes Spurenband
blieb aber nicht unerkannt.
Ein Rüsselkäfer trippelte,
unter jedem Fußdruck riffelte
der lose Sand schön musterhaft
bis eine Spur war schnell geschafft.
Woher der Käfer heute kam,
blieb offen, denn der Wind nahm
ständig Sandkörner vor seinen Lauf
schüttete diese auf
deine frischen Schrittemulden. Weiterlesen

Spurenspiele

P1130421Spurenspiele

Unendlichkeit im Wellenrauschen
das Herz des Meeres das rollt im Takt.
Ich könnte endlos weiter lauschen.
Der Strandsand ist so weich und nackt.
Die Wellen branden in Gezeiten
mal weiter auf die Dünen zu.
Wenn sie den Rückzug dann bereiten,
lassen sie Ufer weit in Ruh.
Am Wasserrand da seh ich Spuren –
erst ultrafein mit feinstem Strich.
Kommt Wasserrücklauf dann auf Touren,
zeigen Gerinne breiter sich.
Am Ende fließt in tiefen Betten
der Wellenrest zurück ins Meer.
Er furcht in wunderbaren Stätten
Am Boden bleibt, was hier zu schwer.
Mit jeder Woge stirbt solch ein Bildnis.
Die Ebbeflut schafft neue Pracht. Weiterlesen

Der Zahn der Zeit

SandsteineDer Zahn der Zeit

Ein Mauerwerk einst aufgesetzt
wirkt irgendwie heut zeitverletzt.
Ein Steinmetz schuf exakte Quader
geschliffen wurde manche Ader,
die vom Sediment früher gelegt –
seitdem hat sich wohl viel bewegt.
Der Zahn der Zeit hat am Gemäuer
gefräßig wie ein Ungeheuer
geknabbert hier und dort gefressen.
Den Schaden kann man richtig messen.
Wer hier am Steine hat genagt,
hat mancher Zeuge sich gefragt.
Der Zahn der Zeit das war der Wind.
Der lose Staub wurde sein Kind.
Der Zahn der Zeit war auch der Regen.
Er konnte Körner stets bewegen,
die aus der Oberfläche brachen.
Nur hörte man davon kein Krachen.
Zähne der Zeit waren Frostattacken.
Sie konnten Hartes immer knacken.
Vereinigt man all diese Täter,
bringt Unheil hier das täglich Wetter. Weiterlesen