Untergangsstimmung

Untergangsstimmung

Warum lassen wir uns von Sonnenuntergängen so entzücken?
Warum will uns solch ein Bilderfilm immer wieder beglücken?
Wenn bei Capri die Sonne im Meer versinkt,
die Gefühlswelt ins Romantische springt.
Wie oft habe ich solche Szenen schon fotografiert –
jede Phase des Abtauchens dokumentiert.
Sonnenuntergänge werden oft als kitschig deklariert. Weiterlesen

Nebulöses

Nebulöses

Von Erlenhänden eingefasst
hält sich versteckt der kleine Weiher.
Als leichteste von aller Last
schwebt über ihm ein Nebelschleier –
weich über schwarze Spiegelhaut.
Wo feuchte Dünste flauschig küssen,
solange bis es Wasser taut,
wo Spinnenfäden lange wissen,
wie Tröpfchen hängen perlgesäumt,
da kann Natur verweilen.
Im fahlen Morgenschwaden klebt
manch nachtgekühlter Wassergruß.
Verschlafener Binsen wirkt verträumt.
Beträufelt schwimmt die Wassernuss. Weiterlesen

Ein Sommernachtstraum

Ein Sommernachtstraum

Heute liegt ein Sommernachtstraum
am späten Abend weit im Raum.
Der Tag, an dem der Regen kam,
blieb abgekühlt noch wohlig warm.
Der Boden nahm die Feuchte gern.
Die letzten Tropfen waren so fern.
Nun steigt der Nebel aus den Weiden
Die Kühe sich mit Schwaden kleiden.
Nachtfalter sind gerade aufgewacht.
Es liegt Besonders in der Nacht.
Aus Gerstenfeld im letzten Licht
ein wunderbares Gold erbricht.
Über dem Ährenmeer schwebt Dunst
als decke Christo traumhaft Kunst.
Vor diesen weißen Nebelstreifen
zwei Fledermäuse lautlos schweifen. Weiterlesen

Herbstnebel

februar-2010-116Herbstnebel

Gestern noch schwangen sich
Mosaikjungfern ganz ausgelassen
über den Gartenteich hin und her.
Nichts war ihnen zu schwer.
Aber die Nachtsterne ließen viel Kälte sinken.
Im Morgenhauch will der Nebel schminken.
Auf dem leeren Wiesental schmiegt sich
ein schwebendes Tuch.
Von der Feldeiche vergeblich ich such
ihr knorriges Kronengeäst
Der Dunstschleier hält es noch fest.
Wie verwunschen ist heut diese Welt.
So trübe das Licht kaum erhellt.
Am Spinnfaden hängen Tropfenreihen,
die ihren Fall fast beschreien. Weiterlesen

Im hohen Wiesengrase

Im hohen Wiesengrase

Vom Sonnenlicht fällt viel ins Gras
Entzündet tausend Tröpfchen.
Es klebt noch weiches Nebelgas
An nassen Samenköpfchen.
Das Wiesengras ist fast verblüht,
Lässt Blatt und Frucht vergilben.
Die Distel ihren Charme versprüht.
Am Boden plaudern Milben.
Ich blick hinein und seh nicht weit
Im Meer aus Halm und Stängeln
Die Morgenbrise streift das Kleid
Mit schönsten Tropfgehängen. Weiterlesen