Schnabulieren

Schnabulieren

Seit drei Jahren kommen sie wieder
mit schwarzweißem Gefieder –
ihre hohen Stelzen wie der Schnabel in rot
ein Anblick, der sich nur kurze Zeit bot.
Kaum hatte der Bauer die Wiese gemäht,
das Schnittgut mit dem Kreisel locker verweht
da landeten drei Adebare im frischen Gras.
Sie kamen nicht nur so zum Spaß.
Die Störche wissen scheinbar genau,
ist der Himmel ein paar Tage himmlisch blau,
dann hofft der Landwirt auf trockenes Heu.
Diese Erfahrung ist keinesfalls neu.
Beim Schnitt wird einiges Getier gestört
Manche Maus trifft dabei das scharfe Schwert.
So ist der Tisch bald reichlich gedeckt.
Das Gute im Schnittgut am Boden versteckt.
So stochert der Schnabel eifrig nach Beute
doch wirklich ausschließlich gerade heute.
Nur der frühe Storch verschlingt die Maus.
Er bringt sie bald danach nach Haus.
Dort betteln im Nest die Storchenkinder
recken hungrig empor die Schnabelmünder. Weiterlesen