Gerhard Laukötter's Blog

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Einfach nur Sand Ein falscher Griff meiner Hand der fand den Auslöser am Fotoapparat. Der macht ein ungewolltes Bild, dem nun meine Betrachtung gilt. Es ist natürlich der Strand, wo das Missgeschick entstand. Der Sand am Meer ist eigentlich ereignisleer. Er wird durchspült von Wellenkräften durchgewühlt. Er wird verweht. Manch Sandkorn geht mal wieder auf die Reise – und das so ziemlich leise.

Wurmgestein Das wilde Meer in seiner Flut wirft an den Strand so manches Gut. Zu allermeist spült es die Schalen von Muscheln her in großen Zahlen. Tote Krebse und verblichne Quallen auf Ufersand letztendlich prallen. Hochinteressant sind all die Sachen, die Rätsel ihrer Herkunft machen. Ein Flaschenglas weich rund geschliffen hab ich schon öfter aufgegriffen. Was füllte diese in frühen Zeiten, bevor begann das Wellenreiten? Wer trank aus ihr mit seinem Mund… Weiterlesen

Algarve Kalkiges Gestein im Clinch mit dem Meer bringt phänomenalen Küstenzauber her. Ewiglich frisst sich hier Wellenkraft tief in die Felsen, bis sie es schafft, diese zu höhlen und gänzlich zu bohren, Grotten zu bauen mit riesigen Toren. Als hätte der Atlantik Orakel gebaut Mystisch, fast heilig manch Höhle ausschaut. Türkisblaues Wasser schwappt unentwegt, brandet an die Wände, bis es sich zerlegt in sanftere Wellen, die die Seiten berühren, um hier nur… Weiterlesen

Muschelmeer Warum liebe ich so die brausenden Wellen, die im Strandsand berstend in sich zerschellen? Weshalb erfüllt mich der unendliche Horizont, der von tiefster Sonne so feurig besonnt? Meia Praia heißt dieser faszinierende Flecken, wo ausufernde Wasser Muschelschalen belecken. Eigentlich nur tote Skelette kalkmanifestiert sind sie durch Fluten an den Strandsand saltiert. Ein Meer halber Schalen bezeugt altes Leben. Im tieferen Wasser wird es Natürliches geben. Venus- und Herzmuscheln sind aufs Engste… Weiterlesen

Schneckenhäuser So manches Tier lebt viel zu nackt, dass es sich besser gut einpackt. Ist Köcherfliege junge Göre, baut es für sich ne Wohnungsröhre. Der Muschelkörper fühlt sich weich. Eine Schale löst dies Problem sogleich. Manch Schnecke sieht sehr vornehm aus, kriecht sie umher im eignen Haus. Am Anfang ist dies winzig klein – da muss ja auch nicht viel hinein. Doch wächst das Haus nun jeden Tag Vom Mantelrand kommt Kalkbelag…. Weiterlesen

Spurenspiele Unendlichkeit im Wellenrauschen das Herz des Meeres das rollt im Takt. Ich könnte endlos weiter lauschen. Der Strandsand ist so weich und nackt. Die Wellen branden in Gezeiten mal weiter auf die Dünen zu. Wenn sie den Rückzug dann bereiten, lassen sie Ufer weit in Ruh. Am Wasserrand da seh ich Spuren – erst ultrafein mit feinstem Strich. Kommt Wasserrücklauf dann auf Touren, zeigen Gerinne breiter sich. Am Ende fließt in… Weiterlesen

Ruhe vor dem Sturm Aufgereiht wie an der Schnur genießt man häuslich hier Natur. Derweil ist keine Ferienzeit, deshalb regiert noch Einsamkeit. Die Insel wartet auf Touristen baut dafür solche Wohlfühlkisten. Wird es bald warm im Monat Mai, ist es mit Ruhe schnell vorbei. Mit Kind und Kegel wird gesonnt. Die Burgenbauer machen Front. Die Muschelsammler schwärmen aus – belagert ist nun jedes Haus. Wie Ölsardinen eng gepackt – die Haut bleibt… Weiterlesen

Sandgeschichten Feinkörnige Sandgeschichten berichten, wie der Wind heut gerade spielt Er verstreut seine Körner ganz gezielt zu wellenhaften Musterbildern, die nur selten ganz verwildern. Ich stehe hier am Texelstrand. Die steife Brise hier erfand zwei unterschiedliche Lagerstätten – den losen Sand vor mir zu betten. Ich beginne augenblicklich zu denken, wie lässt sich Windeskraft so lenken, dass der Formenkörper derart weicht, obwohl der Wind über allem streicht. Hier lange Streifen fein sortiert… Weiterlesen

Strandgut Zwischen Strand und Meer steht etwas quer. Was hier in den Sand gebaut, ist heute menschenleer. Vom Abendhimmel bunt durchschaut: gläsert der Pavillon. Es tönt ein breiter Wellenschlag, ebbt ab in lautem Brausen. An Scheiben trocknet Möwenkack, Weil sie hier rastend hausen.