Gerhard Laukötter's Blog

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Schafkopfkunst Zwei Findlinge im Gras gelegen zu schwer, um sie noch zu bewegen, die inspirierten Kunstideen. Das Ergebnis lässt sich wirklich sehen. Ein Stückchen Blech gut portioniert zwei Ohren seitlich anliiert – das Ganze pechschwarz glatt lackiert: schon ist ein Schafkopf konstruiert. Das Kunststück lebt stark vom Design, klebt angeschmiegt fest am Gestein. Zwei Schafe ruhen brav im Gras perfekte Kunst nenne ich das. Werbeanzeigen

Rotes Kraut im Dünensand Wer seine Augen neugierig gebraucht, seine Blicke bis aufs kleinere Erdreich taucht, der findet auch im späten Lebenssegment noch viele neue Dinge, die der Sinn noch nicht kennt. Auf Texel sind viele Wanderwege aus hellem Dünensand. Nährstoffe im Boden sind nahezu unbekannt. Der Regen wäscht den Humus in tiefe Bodenschichten. Da kann er für viele Pflanzen nur wenig verrichten. Wo Sand sich ziemlich verhärtet, fest verdichtet, ein rotes… Weiterlesen

Am Straßenrand Am Straßenrand nicht weit vom Strand da fand ich tausend Orchideen – kein Auto blieb dort stehen. Kaum ein Touristenblick erspähte dieses bunte Glück purpurner Knabenkräuter Die Räder rollten weiter. Der weiße Strand mit feinstem Sand das war das Ziel das sehr gefiel. Hier war die Welt richtig gestellt zum Urlaubzeit genießen.

Fünf Austernfischer Fünf Austernfischer auf der Wiese vom Meer bläst eine leichte Brise da stochern Schnäbel rot und lang, sind pausenlos auf Würmerfang. Auf der Insel sind sie gern zu Hause Bei allem lautem Meergebrause hör ich sie schrill in Lüften singen – wollen Lebensfreude allen bringen. Ihr Flug ist schnell und sehr geschickt. Rasant wird oft die Bahn geknickt. Gesellig treiben sie durch die Luft. Der eine den andren ständig ruft.

Möwenblick Nein, sie hieß nicht Jonathan. Sie kam zu mir und sah mich an mit etwas strengem Blick. Ihr Federclothing das war chic. Früh morgens landete sie schon Dem Schnabel wich ein lauter Ton. So machte sie aufmerksam auf sich. Ich näherte vorsichtig mich. Da trippelt sie leicht defensiv, hielt ihren Kopf neugierig schief. Es war wohl erste Frühstückszeit da könnte eine Kleinigkeit vom frischen Brötchen doch abfallen – das würd der… Weiterlesen

Spurenspiele Unendlichkeit im Wellenrauschen das Herz des Meeres das rollt im Takt. Ich könnte endlos weiter lauschen. Der Strandsand ist so weich und nackt. Die Wellen branden in Gezeiten mal weiter auf die Dünen zu. Wenn sie den Rückzug dann bereiten, lassen sie Ufer weit in Ruh. Am Wasserrand da seh ich Spuren – erst ultrafein mit feinstem Strich. Kommt Wasserrücklauf dann auf Touren, zeigen Gerinne breiter sich. Am Ende fließt in… Weiterlesen

Orchideenversammlung Ich hatte diese Insel früher schon gebucht – den Tulpen- und Lilienfrühling dort gesucht. Amsterdam lag dabei gar nicht so fern Doch auf dem Texel-Eiland da war ich gern. In diesem Jahr reiste ich später dorthin. Soeben von dem Juni war der Anbeginn. Die Osterblüher standen welk, im Lichte tot – die großen Felder ohne jedes Gelb und Rot. Dieses Mal sah ich ganz andere Pflanzen. Die Neugierde groß, ließ die… Weiterlesen

Ruhe vor dem Sturm Aufgereiht wie an der Schnur genießt man häuslich hier Natur. Derweil ist keine Ferienzeit, deshalb regiert noch Einsamkeit. Die Insel wartet auf Touristen baut dafür solche Wohlfühlkisten. Wird es bald warm im Monat Mai, ist es mit Ruhe schnell vorbei. Mit Kind und Kegel wird gesonnt. Die Burgenbauer machen Front. Die Muschelsammler schwärmen aus – belagert ist nun jedes Haus. Wie Ölsardinen eng gepackt – die Haut bleibt… Weiterlesen

Wolkenfeuer Wer hat die Wolken angefeuert? Wer hat die Sonne so gesteuert, dass sie den Himmel rot besticht – mein Gott – ich weiß es nicht! Im Sinken sammelt sich die Glut und Wolkentaschen saugen Blut. Was sich am Abendzelt entzündet, wie Licht den Weg ins Feuer findet, das bleibt Geheimnis der Natur bringt Augenlust mir dafür pur. Minütlich wechselt jetzt die Farbe. Die späte Luft besitzt die Gabe, ein Strahlenmeer grad… Weiterlesen

Sandgeschichten Feinkörnige Sandgeschichten berichten, wie der Wind heut gerade spielt Er verstreut seine Körner ganz gezielt zu wellenhaften Musterbildern, die nur selten ganz verwildern. Ich stehe hier am Texelstrand. Die steife Brise hier erfand zwei unterschiedliche Lagerstätten – den losen Sand vor mir zu betten. Ich beginne augenblicklich zu denken, wie lässt sich Windeskraft so lenken, dass der Formenkörper derart weicht, obwohl der Wind über allem streicht. Hier lange Streifen fein sortiert… Weiterlesen