Main-Eisvogel-Erlebnis

Main-Eisvogel-Erlebnis

Es war einer dieser übertrieben heißen Tage.
Doch so eine Schönwetterklage
gab es schon mehr als genug – die Sonne lacht
schon früh wird wieder Temperatur gemacht.
Würzburg war damaliges Urlaubsziel.
Zu sehen gab es im urbi reichlich und viel.
Der Dom, das Münster und die Residenz
sind Orte, wo üppiges Gold nur so glänzt.
Besuchergruppen pendeln kundig geführt
zu Gebäuden, in denen man die Geschichte verspürt.
Ein Punkt, wo Touristen gern schauen und stehen
ist die alte Mainbrücke. Von hieraus gehen
Besucher hinüber zur Festung Marienberg –
ein ehemaliges Schloss als Jahrhundertbauwerk.

Mein Blick ging mal weg von den Gästen der Stadt
hinunter zum Main, der mäßig viel Wasser hat.
Auf einmal schießt durch die Luft ein schillernder Pfeil
taucht plötzlich ins Wasser kopfüber sehr steil –
rauscht aus dem Wasser, fliegt zur Ufermauer,
schaut in die Strömung, ist erneut auf der Lauer. Weiterlesen

Menschenleer

Menschenleer

Menschenleer, keine Straße, kein Haus –
wie sieht denn dieser Fleck nur aus?
Doch hinter mir steht so mancher Bus,
aus denen ergießt sich Menschenfluss.
Dort staunt der Reisende nicht schlecht:
denn die Natur scheint ziemlich echt.
Hier oben kann der Mensch kaum bauen.
So dürfen Augen hier noch schauen,
was die Natur aus Bergen macht,
wenn vorher ein Vulkan gekracht.
Kein Strauch, kein Baum lässt sich erspähen,
was wir wie grüne Schminke sehen,
an all den Wangen schroffer Berge,
ist Pflanzenwuchs gleich dem der Zwerge. Weiterlesen

Inszenierte Idylle

Inszenierte Idylle

Attraktionen –
sie stehen im Reiseführer fett gedruckt.
Ein Besuch soll sich immer lohnen.
Im Halbstundentakt
eine Busladung Pauschalreisender guckt.
Ein Hordenführer sagt,
seinen Spruch zum tausendsten Mal
scheinbar ohne sichtliche Qual.
Hier in Santana werden typische Häuser besucht.
Jeder, der den Ausflug gebucht,
weiß bereits aus dem Prospekt,
die Häuschen sind reetgedeckt.
Sehr adrett wirken sie hübsch angemalt.
Alles hat die EU mit Fördermitteln bezahlt. Weiterlesen

Ruhe vor dem Sturm

StrandkabinenRuhe vor dem Sturm

Aufgereiht wie an der Schnur
genießt man häuslich hier Natur.
Derweil ist keine Ferienzeit,
deshalb regiert noch Einsamkeit.
Die Insel wartet auf Touristen
baut dafür solche Wohlfühlkisten.
Wird es bald warm im Monat Mai,
ist es mit Ruhe schnell vorbei.
Mit Kind und Kegel wird gesonnt.
Die Burgenbauer machen Front.
Die Muschelsammler schwärmen aus –
belagert ist nun jedes Haus.
Wie Ölsardinen eng gepackt –
die Haut bleibt überwiegend nackt –
so liegen sie am Nordseestrand
die Sonnencreme stets zur Hand. Weiterlesen

Angekommen

NeuharlingersielAngekommen

Angekommen sind die Boote
Liegen nun am Anker fest.
Blaue Farben, grüne, rote
färben bunt dies Hafennest.
Auszufahren auf die Meere,
Fische fangen reich im Netz,
dass die Arbeit uns ernähre
und was bleibt – auch für den Rest.
Diese alten Krabbenschiffe
wirken fast wie Spielzeug schon.
Sind auch heut im Männergriffe –
für die Mühen wenig Lohn.
Jede Ausfahrt mehrt die Sorgen.
Wind und Wetter spielen mit.
Schwieriger wird jeder Morgen.
Nordsee ist nicht fischerfit.
Trügerisch scheint die Idylle.
schön verbrämt dies Ankerbild.
Diesem Ort fehlt fast die Stille
Winde blasen küstenwild. Weiterlesen

Reisefieber

Im Reisefieber

Zwei Seelen leben in der Brust
Hier sesshaft sein – dort Reiselust.
Nomadentum kennt man dazu,
wenn Menschen kommen nie zur Ruh.
Zu Fuß, zu Pferd oder mit Segel
Gereist wurde mit Kind und Kegel.
Doch lange waren die Betuchten,
die ganz allein die Ferne suchten.
Ob sie nun Goethe, Humboldt hießen,
sie konnten Reisen früh genießen.
Wer unten mehr im Staate diente,
nur ein paar Taler grad verdiente,
der blieb zu Hause nah am Herd
hat nicht in weiter Welt verkehrt. Weiterlesen