Gerhard Laukötter's Blog

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Wasserträume Glitzernd, spiegelnd wellig kräuselnd liegt der Teich in grünem Grund. Warmer Wind an Blättern säuselnd Wasser riecht aus seinem Mund. Auf der alten Bank da sitze ich und träume vor mich her. Sehe auf der Binsenspitze der Libellen Wiederkehr. Runden fliegend, flatternd, kreisend Flügel blinken sonnig hell – cyanblau gefärbte Reisen mal fast schwebend dann sehr schnell. Aus dem Wasser taucht die Spitze einer Schnauze etwas auf.

In sich kehren Ganz in sich kehren, dort Gedankenwelten mehren Augen schließen Dunkelheit genießen – wenn der Blick nach innen geht, Perspektive sich verdreht, schaut der Geist in eine Welt, die aus Tiefen sich erzählt. Ganz versunken, ausgeblendet wird aus dir heraus gesendet. Bilder rauschen irreal, Denkideen ohne Zahl schießen durch fast wie Kometen. Innen sinnen gleicht fast beten. Einkehr drängt zur Spurensuche. Gläsern lesen wie im Buche, das das Licht des… Weiterlesen

Im Gartenhaus Im Gartenhaus steckt nur ein Raum. Doch dieser zündet mir viel Traum. Ich sitze zwischen tausend Sachen, die meinen Sinn zufrieden machen. Für andere ist das schierer Graus – für mich dagegen Heim im Haus. Durchs Fenster schau ich auf den Teich, der quillt zur Zeit so pflanzenreich, dass Wasser ist fast ganz versteckt: ein Blättermeer alles bedeckt. Auf der anderen Seite fällt mein Blick gerade auf ein Weidenstück. Dort… Weiterlesen

Zerrissen Ein alter Weidepfahl in sich zerrissen – spaltet sich bald wohl selbst entzwei. Sein Faserwerk so tief gesplissen Standfestigkeit ist längst vorbei. Seine Jahresringe arg zerklüftet – manch Höhle klafft lichtleer zum Grund. Der Zeitverbund sich spröde lüftet. Leicht frostig küsst die Morgenstund. Wie faltig schaut das Holzgesicht nach vielen rauen Wetterjahren. Der stärkste Kern inmitten bricht – wo einst die größten Kräfte waren. Ein jedes Jahr zeugt neuen Ring Der… Weiterlesen

Balinesien Die ganz weite Reise Jenseits der bekannten Kreise Ist und bleibt vielleicht ein Traum Jener unerreichbare Raum Liegt hinter dem bisher Bekannten Früher waren es Löwen und Elefanten Die der Inbegriff waren für urwaldhoch3 Fantasien machten sich dabei frei. Als sich mein Berufsleben endgültig schloss Da war die Reiselust plötzlich sehr groß. Wunschziele früherer Zeiten Darunter sogenannte Sehenswürdigkeiten Erschienen nun in greifbarer Nähe Wünsche, die ich endlich verstehe. Die Insel der… Weiterlesen

Durchblick behalten Die stärkste Mauer lässt wohl hoffen, Bleibt in ihr eine Lichtung offen. Fehlt im Verbund ein einzig Stein, lacht Helligkeit aus Sonnenschein. In dieser Wand – gut aufgeschichtet – Sich alles auf ein Löchlein richtet. Das Jenseits auf der andren Seite Bringt diesem Bauwerk tiefe Weite. Am End blick ich auf grüne Bäume Und denke fast, dass ich nun träume

Aus der Tiefe Aus der Tiefe springt die Welle Fröhlich rauschend in die Höh. Stehe hier an schönster Quelle, wie ich blankes Wasser seh. Von der Tiefe aber habe Ich so gar kein echtes Bild. Diese frische Sprudelgabe Meine Neugier wenig stillt. Aus der Tiefe treten Träume, Rollen Bilderwelt zurück. Da betret ich wieder Räume Mal voll Ängste, mal voll Glück. Seh in Filmen aus Kindheiten Dinge, die ich längst verlorn. Rückwärts… Weiterlesen

Die Gedanken sind high! Die Gedanken sind high – Wer kann sie ertragen? Sie bringen herbei, was wir sonst niemals sagen. Was ich in Gedanken erlebte, wenn mein Innerstes bebte, das war schier grenzenlos mal abscheulich dann einfach famos! In Gedanken wurde ich so stark. Meine Phantasie ja sie vermag, Mir solche Kräfte geben Für ein ganz anderes Leben. Ich kann abgrundtief hassen Höchst perfide Pläne fassen Ich kann morden jeder Zeit… Weiterlesen