Septemberfrühling

Septemberfrühling

Der Tag, als endlich doch der Regen kam –
nachdem die Dürre fast schon alles Leben nahm –
liegt nun gut drei, vier Wochen wohl zurück.
Das ersehnte Wasser war wie purstes Glück.
Auch Tage später fielen noch etliche Tropfen
Sie konnten den Mangel zwar nicht richtig stopfen.
Doch eine Handbreit Tiefe wurde vom Boden wassergetränkt
Das hat uns danach wieder Schöpfung neu geschenkt.
Der Weg zum Wäldchen hin schien längst nur tot zu sein.
Die Gräser strohtrocken, superwelk der Brennnesselrain.
So schlimm hab ich Natur verdurstet nicht gesehen.
Doch sollte hier fast Wundersames dann geschehen. Weiterlesen

Fruchtkörperlose Zeiten

p1150857Fruchtkörperlose Zeiten

So trocken war der Boden lange nicht,
dass lehmige Erde rissig zerbricht.
Was wir bis dato Rasen nannten,
zeigt sich als Wüste der Verbrannten.
Das Gras liegt welk und braun dazu.
Auf Weiden hungert manche Kuh.
September ist sonst Sammelzeit
für Pilze, die als Köstlichkeit
mit ganz besonderen Aromen
manchem Gericht schmackhaft beiwohnen.
Doch Sammelkörbe bleiben leer
Nichts wird es aus dem Pilzverzehr.
Suchen ist keinen Pfifferling wert –
auch wenn dies Schwammerl so begehrt.
Nicht mal Boviste, braune Kappen
können die Erntehände schnappen.
Geklagt wird, dass die Pilze fehlen.
Was nicht da ist, kann keiner stehlen. Weiterlesen

Dauerregen

RegenrohrDauerregen

Seit siebzehn Stunden weint der Himmel immerzu.
Alle Regentonnen füllten sich im Nu.
Jedes Wasserfass wird nun zu einer Quelle.
Es flutet daraus eine Dauerwelle.
Der Boden dürstete schon lange Zeit
Des Todes Freund ist lange Trockenheit.
Dieser ewig lange Dauerregen
ist für die Natur wie Gottes Segen.
Nach so viel Qual durch Höllenhitzetage
da ändert tiefer Druck die Wetterlage.
Die heiße Luft wird derbe abgekühlt
und Sommerstaub in alle Welt hinweggespült.
Es sieht so aus, als fielen Tropfen ohne Ende.
Das Wolkenmeer zerfließt zu einer Riesenspende
Der Tag will nicht sein Wassergrau verlieren.
Manch steter Tropfen geht wohl an die Nieren. Weiterlesen