Gerhard Laukötter's Blog

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Wasserräume Allerkleinste Wasserköpfchen füllen grad die Regentröpfchen. Blätter formen Trichtertüten, die nur wenig Wasser hüten. Auch in mancher Wagenspur findet Wasser zur Natur. Einige der schönsten Pfützen sollten wir vor Schaden schützen. Mancher Graben ist so feucht, dass der Grasfrosch sogar laicht. Advertisements

Limnephilus, der Wasserfreund Der kleine Wiesentümpel erstickt fast im Gerümpel, das arglos wird versenkt: es wird ihm ja geschenkt. Die Wasserpflanzen decken den Müll noch zärtlich zu. Und viele Tiere stecken auf mal im alten Schuh. Mein Blick geht in die Tiefe. Dort seh ich zartes Rohr. Bewegt sich, als ob es liefe, so kam es gerad mir vor. Ich fischte mit meinen Händen dies Röhrchen dann an Land. In seinen grünen… Weiterlesen

Bosmina longirostris Nur ein halber Millimeter misst der Krebs, dies Weihertier. Winzig größer sind die Väter Mütter schaffen 0,4. (mm) Doch sie treiben massenhaft oben in der Wasserhaut. Mit der Filterbeine Kraft wird Geschwebe dort verdaut. Rüsselartig ausgezogen wächst der Kopf zur Nase fast. Diese ist recht krumm gebogen bis zu dem Antennenast. Nur ein Auge dient zum Sehen ist ein großer schwarzer Fleck.

Kinderreich Frosch, Libelle, Wasserfloh – fertig ist der Tümpelzoo. Nur wenig Wasser reicht schon aus fürs fröhlich feuchte Freudenhaus. Mit warmer Sonne reich beschienen das lockt die Mücken, Wasserbienen. Bald auf dem Wasser herrlich tanzen die jungverliebten Wasserwanzen. Den Grasfrosch drückt schon früh die Lust. im Februar nimmt er zur Brust sich seine Fröschin hier am Teich und flirtet bis zum ersten Laich. Auch Molche spielen Kavaliere zur Hochzeit lasterhafte Tiere. Mit… Weiterlesen

In den Teich gesetzt Sag mir, wo die Teiche sind? Wo sind sie geblieben? Früher spielte ich als Kind dort mit alten Sieben. Sag mir, wo die Tümpel sind? Wo sind sie geblieben? Wenn ich heut die Stellen find, sind Häuser drauf geschrieben. Sag mir, wo die Weiher sind? Wo sind sie geblieben? Grast seitdem so manches Rind auf drainierten Wiesen.

Die Kuhle Meine erste Umweltschule war beim Opa eine Kuhle. So als Dötz von zehn, elf Jahren konnte ich dort viel erfahren. Vor dem Hof fast an der Straße lag dies kleine Wasserloch. Ziemlich winzig waren die Maße. Doch zum Tümpeln reicht es noch. Mit dem Sieb als kleinem Kescher wühlte ich im braunen Sud. Wurde bald zum Faulschlammwäscher alt Versenktes fand ich gut. In dem breiigen Gerümpel zappelte ein buntes Tier… Weiterlesen

Blutweiderich Rotviolette Blütenlanzen verströmen süßlich Sommerduft. Um den Weiderich eng tanzen beglückt Insekten durch die Luft. Weißlinge flatternd landen auf dem reichen Blütenstand. Auch Kleine Füchse fanden dieses schöne Nektarland. Zitronenfalter sind längst da saugen hungrig frische Säfte. Ein buntes Augenfalterpaar sammelt hier mal neue Kräfte.

Drei Stacheln In vielen Teichen ist er heimisch der stachelige kleine Fisch. Bescheiden und recht anspruchslos braucht unser Stichling Wasser bloß. Die Laichzeit färbt das Männchen bunt. Der Bauch zeigt rot, geschminkt der Mund. Die Augen strahlen azurblau, gefallen so der Stichlingsfrau. Die Schuppen glänzen silberblank. Bald wird der Fisch vor Liebe krank. Er baut penibel dann sein Nest, eh sich ein Weib auf ihn einlässt.

Schilfe wehen Rascheln, flüstern, wispern Berührungen, die knistern, Wenn Winde Schilf durchstreifen, beginnt ein Chor zu pfeifen. Blaugrünes Blättermeer Rauscht sanft durchwühlt Meist von Nordwesten her Wird luftgekühlt. Elastisch Halme wogen. Sie pendeln weich im Kreis Und schwingen ihren Bogen Mal lauter, mal ganz leis.

Tümpelträume Was freut uns so am kleinen Nass – Bringt uns dem Glück so nahe? Warum macht schon die Pfütze Spaß – Ob ich das je erfahre? Ein kleiner Teich mit Frosch und Fisch Und tausend muntren Quappen. Das ist wie ein gedeckter Tisch Mit lauter leckren Happen. Es duftet frisch vom Minzenblatt Betörend Mädesüße Im Tanze kreist Libellenrad Bringt flatterhafte Grüße. Drei Taumelkäfer kurven tief In blanken Wellenhäuten. Ein Frosch, der… Weiterlesen