Drei Stacheln

Stichlinge (Brehm)Drei Stacheln

In vielen Teichen ist er heimisch
der stachelige kleine Fisch.
Bescheiden und recht anspruchslos
braucht unser Stichling Wasser bloß.
Die Laichzeit färbt das Männchen bunt.
Der Bauch zeigt rot, geschminkt der Mund.
Die Augen strahlen azurblau,
gefallen so der Stichlingsfrau.
Die Schuppen glänzen silberblank.
Bald wird der Fisch vor Liebe krank.
Er baut penibel dann sein Nest,
eh sich ein Weib auf ihn einlässt.
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Tümpelträume

FröscheTümpelträume

Was freut uns so am kleinen Nass –
Bringt uns dem Glück so nahe?
Warum macht schon die Pfütze Spaß –
Ob ich das je erfahre?
Ein kleiner Teich mit Frosch und Fisch
Und tausend muntren Quappen.
Das ist wie ein gedeckter Tisch
Mit lauter leckren Happen.
Es duftet frisch vom Minzenblatt
Betörend Mädesüße
Im Tanze kreist Libellenrad
Bringt flatterhafte Grüße.
Drei Taumelkäfer kurven tief
In blanken Wellenhäuten.
Ein Frosch, der krächzend grade rief,
Sehnt sich nach vielen Bräuten.
Die Mücke wippt mit ihrem Stert,
taucht flach ins Wasserbecken,
kann kleinste Eier unversehrt
in Algen gut verstecken.
Piratenspinnen stürmen los.
Sie gleiten ohn zu sinken.
Bewegung macht den Magen groß –
Da muss bald Beute winken. Weiterlesen

Sumpfdotter

SumpfdotterblumeSumpfdotter

Tümpel und Weiher froh erwachen,
wie Dotterblumen goldgelb lachen.
Aus sattem Grün am Uferrand
Treibt butteriger Blütenstand.
Das leuchtend Gelb so frühlingsbunt
Schmückt üppig feuchten Weihermund.
Die Blüten sind Hochzeitsbuket
Für Molch und Kröten-Tete a Tete.
Ein so umschmückter Gartenteich
Macht Fröschen die Gefühle weich.
Caltha palustris – so sie nennen,
die die Botanik besser kennen. Weiterlesen