Gerhard Laukötter's Blog

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Der Sonne entgegen Ein Weidenpfahl schräg abgestutzt vom Zahn der Zeit gebissen. Ein Stacheldraht als scharfer Schutz ist rostig braun verschlissen. Das Herz vom Pfahl ist ewig hohl Sein Holz zerfiel zu Erden. Darin fühlt sich die Nessel wohl, will stattlich groß hier werden. Aufrecht strebt nun ihr junger Trieb aus tiefster Gruft ins Freie. Ein Sonnenbündel hellt ihn lieb begrüßt so gern das Neue.

Aukraut Tausendmal berührt Und immer ist was passiert! Der kleinste Touch Bewirkt so much. Reibt dieses Kraut An Hand und Beinen, Fangen Kinderaugen an zu weinen. Tränen kullern übers Gesicht, Wenn junge Haut feuerlich sticht. Doch auch beim Greis kann es noch brennen. Nur dieser tut den Schmerz schon kennen.