Gerhard Laukötter's Blog

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Eiskunstwerke Den Winter hielt ich für vermisst. Seit Tagen buntes Blühwerk sprießt, als ständ der Lenz längst in der Tür begleitet mit viel Fluggetier. Doch über Nacht da kam die Kälte, die plötzlich Eis in Räume stellte. Die klare sternenreiche Nacht hat Winterschönheit uns gebracht. Ich lauf zum Teich hinten im Garten und kann den Anblick kaum erwarten. Vorm Jahr stand ich hier höchst verzückt, war durch den Frost so hochbeglückt. Ich… Weiterlesen

Wurmgestein Das wilde Meer in seiner Flut wirft an den Strand so manches Gut. Zu allermeist spült es die Schalen von Muscheln her in großen Zahlen. Tote Krebse und verblichne Quallen auf Ufersand letztendlich prallen. Hochinteressant sind all die Sachen, die Rätsel ihrer Herkunft machen. Ein Flaschenglas weich rund geschliffen hab ich schon öfter aufgegriffen. Was füllte diese in frühen Zeiten, bevor begann das Wellenreiten? Wer trank aus ihr mit seinem Mund… Weiterlesen

Wer auf Kraut baut… Wer einen Garten nutzen kann, der erntet auch mal dann und wann. Meist glückt die erste Frühlingssaat. Der Gärtner freut sich am Spinat. Für den Frühlingsquark sind von Interesse die zarten Sprosse von der Kresse. Wenn Fischsalat gelingen will, braucht Kompositeur wohl etwas Dill. Ein Tomatensalat schmeckt gar nicht übel, fügt man hinzu gewiegt die Zwiebel. Für Backkartoffeln ein Gewinn sind Blätter frisch vom Rosmarin. Dem Fleischklops, dem… Weiterlesen

reNATURierungen Was gerade war, wird wieder krumm gemacht – ein Witzbold ist, wer dabei lacht. Wasser sollte schnell weg nur fließen – nun soll Natur hier wieder sprießen. Einst gab’s ein Bett aus Stein-Beton. Jetzt startet die Rückbauaktion. Mann baute Wehre, um zu stauen – nun muss man Fischtreppen rum bauen. Was Aue war, das wurde drainiert. Landwirtschaft war etabliert. Jetzt fehlen Überflutungsflächen. Sie gehörten einst dem Fluss, den Bächen. Fließwasserkörper lag… Weiterlesen

Das Korn ist reif Das Korn wird reif, der Erntetag ist wohl zum Schneiden nah. Ein Schatten auf dem Felde lag deutet nur an, was hier geschah. Kornblumen fehlen wie Kamillen auch Ackerwinde klettert nicht. Seit Herbizide lautlos killen, ist roter Mohn nicht mehr in Sicht. Was waren Kornfelder so fröhlich im bunt durchtupften Sommerkleid. Das Ernteholen machte selig. Die Garben standen griffbereit. Wenn Korn wurde dann eingefahren – stapelt die Ladung… Weiterlesen

Im Fenster vom Ufer Ein kleines Uferfenster nicht einen Meter groß was ich darin erblicke, das ist schon fast famos. Ein Grashalm lautlos zittert. Die Samen sind bald frei. Ein Seggenblatt zerknittert daneben klingensteif schießen die Irisblätter gehörig aus dem Sumpf. Fettglänzende Samenleiber sind prall und gänzlich stumpf. Die Lotuslippenblüten verstreuen ihr Buttergelb. Auch ihnen reifen Tüten, die Zukunft für sie hält. Das Mädesüß ist aufgestiegen. Noch knospen Blüten rund. Drei Tage… Weiterlesen

Steinbutt Da liegt er nun im Stein begraben Ein kleiner Fisch ganz platt gedrückt. Millionen Jahre ja die haben Ein letztes Bild hier fest gefügt. Ich will die Art gar nicht erst wissen. Für mich soll er ein „Steinbutt“ sein. Er schmiegt im harten Ruhekissen. Sein Schuppenkleid bleibt noch sehr fein. Wo ist er damals her geschwommen? Wie tickte früher seine Zeit? Ich hab den Stein einfach genommen Als eine alte Kostbarkeit…. Weiterlesen

Sieben Millliarden Auf dem frühen Weg zur Arbeit erfuhr ich sie: Die abnorme Zahl der humanen Fortpflanzungbiologie. Wenn um zwölf Uhr mittags uns die Stunde schlägt, Sich auf Erden der 7 milliardenste Homo bewegt. Die Bibel sagt: Macht euch die Erde untertan! Das hat die Menschheit wohl reichlich getan. Mit sieben Milliarden ist noch lange nicht Schluss: In Afrika und Asien schießt der Geburtenüberschuss. Gutes Wasser wird knapp in der dürren Welt…. Weiterlesen

Warum ist es am Bach so schön? Wo Wasser fließt, da ist was los – Da ändern sich Gestalten. Hier rollt ein Stein, da kämmt ein Moos – Die Welle kennt kein Halten. Im Quellenmund rinnt es noch zart Aus kühlem tiefen Grunde. Doch nach dem ersten Wasserstart, schlägt bald die Wirbelstunde. Der Bach er tanzt, er springt und hüpft Ist schnell und dann fast stille. Er ist durch Blätter, Holz geschlüpft… Weiterlesen

Federn lassen Noch ganz früh zu grauer Stund, bellt im Umkreis noch kein Hund. Ein Hahnenschrei aus unsrem Stall Bekommt von fern den Echohall. Ein dritter, vierter kräht im Chor Den Morgengruß mir tief ins Ohr. Kaum hat der eine ausgeschmettert, da wird von drüben her gewettert. Die Hennen singen gurgelnd leise Ein Zeterlied auf ihre Weise. Jetzt im August kommt Mauserzeit Da gibt’s ein neues Federkleid. Der stolze Hahn schaut bös… Weiterlesen