Gerhard Laukötter's Blog

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Vogelspinne Ein Vogel sitzt auf einer Säule ist weder Specht oder gar Eule. Sperrt seinen Schnabel einen Spalt, als käm ein Ton wohl irgend bald. Er kriegt die Klappe nimmer zu. Ihn drückt auch selten mal der Schuh. Er thront einfach auf dem Granit – ist nicht der allergrößte Hit. Er schmückt ein wenig den Vorgarten. Kann stundenlang auf alles warten. Doch heute morgen war er vernetzt. Die Kommunikation die hält bis… Weiterlesen

Fast alle Vögel sind schon da Hab einen Vogel auf dem Dach, der macht nur Krach. Hab viele Drosseln, die verzehren gern alle meine Beeren. Hab einen Haufen an Spatzen manchmal leider Futter für Katzen. Hab Kohl- und Blaumeisen, die nimmersatt Raupen verspeisen. Hab sogar einen Zaunkönig zu Gast, der durch die kleinsten Ritzen passt. Hab im Birnbaum öfter den Specht, der hämmert nicht schlecht. Hab oft ein Rotkehlchen zu meinen Füßen,… Weiterlesen

Möwenblick Nein, sie hieß nicht Jonathan. Sie kam zu mir und sah mich an mit etwas strengem Blick. Ihr Federclothing das war chic. Früh morgens landete sie schon Dem Schnabel wich ein lauter Ton. So machte sie aufmerksam auf sich. Ich näherte vorsichtig mich. Da trippelt sie leicht defensiv, hielt ihren Kopf neugierig schief. Es war wohl erste Frühstückszeit da könnte eine Kleinigkeit vom frischen Brötchen doch abfallen – das würd der… Weiterlesen

Im Frühlingsrausch Als wollt der Garten Hochzeit feiern – die Sträucher Blattwerk frisch erneuern. An Birne, Kirsche und der Pflaume erstrahlt die Weissheit rund am Baume. Der Blütenduft schwängert die Luft. Aus jedem Kelch strömt etwas Duft. Das jugendhafte zarte Grün will um den Hochzeitschmuck gern stehn. Des Morgens früh, des Abends spät wird Vogellied laut ausgebläht. Wie in Babylon Töne verwirren Melodien sich im Rausch verlieren. Es schallt mal lauter dann… Weiterlesen

Lauter Früchte Der hohe Strauch hängt rappelvoll. Die Früchte scheinen reif und prall. Doch niemand will sie ergreifen. Das Sonnenlicht schien Tage toll, dass Mispeläpfel goldig glänzen. Laue Winde kosend streifen und Himmelblau kennt keine Grenzen. Blätter mussten Abschied feiern verklumpen feucht im Untergrund. Ein paar wollen noch Grün erneuern aus frischem späten Knospenmund. Die Früchte wirken so auf mich: als bestellt aber nicht abgeholt. Kein Hungervogel interessiert sich. Die Frucht bleibt… Weiterlesen

Fast ein Trauer(schnäpper)fall Der Mensch liebt sein Haus mit viel Licht. Das führt gern auch zu Mauerverzicht. Deckenhohe Fenster, Türen aus Glas machen beim Bauen mehr Freude und Spaß. Man schaut panoramaweit ins Grüne sitzt privilegiert auf einer Tribüne – erblickt vielleicht direkt Natur. Es braucht dazu – einen Wintergarten nur. Heute morgen im grau nassen Septembertag hörte ich an der Scheibe einen dumpfen Schlag. Dies war leider nicht das allererste Mal…. Weiterlesen

Adebar ist plötzlich nah! Der graue Reiher fischgesteuert seine Beuteflüge rund erneuert. Er segelt suchend durch die Lüfte kaum abgelenkt durch Fliederdüfte. Dies Bild mit Riesenflügelspanne zieht mich am Teich oft in den Banne. Doch gestern – das war wunderbar – kreiste bei uns ein Adebar. Ich hoffte sehr, er würde landen – dort wo die Gräser dichter standen. Er drehte jedoch plötzlich ab. Ein erstes Foto scheitert knapp. Doch heute kam… Weiterlesen

Hast du Töne? Die ach so stumme Winterszeit nimmt lenzend bald ein Ende. Die Vögel putzen Frühlingskleid schmücken sich für die Wende. Wenn abends sinkt der Sonnenball mit Purpurfeuerröte da stimmt die Amsel wieder mal die wonnigliche Flöte. Im Dämmerlicht wellt Melodie. Die Sehnsucht möchte singen. Töne schmelzen zur Symphonie, die viele Strophen bringen. Der Buchfink schmettert kurz und hart Die Meise rufend flötet. Braunellen tirilieren zart, wie sich die Stimmung rötet…. Weiterlesen

Vogeläpfel Den letzten beißen die Hunde – Solch ein Spruch macht öfter die Runde. Doch wenn ich das richtig bedenke, Sind die letzten Apfelgeschenke Den Vögeln, die hier geblieben, Zum süßen Verzehr beschieden. Verführerisch rot leuchten Backen, In die Drosselschnäbel tief hacken. Sind diese endlich mal satt, Kommen später an ihrer statt Ein Haufen von Spatzen geflogen –

Kam ein Vogel geflogen Kam ein Vogel geflogen Knallte plötzlich ans Glas. Sah im Spiegel die Weite – Da endete der Spaß. Er fiel schwer zu Boden Verlor jeden Sinn. Wir haben ihn gehoben Und legten ihn hin. Seine Beine ergriffen Den Finger der Hand. Sein Kopf war so müde Noch ohne Verstand. Seine Augen erwachten Zurück zu altem Glanz.