Gerhard Laukötter's Blog

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Renaturierung Ein Baumstamm, zersägt und portioniert am Ende dann zum Zaunpfahl wird. Damit das Viehzeug nicht ausbricht, macht Stacheldraht die Weide dicht. Am Anfang ist der Pfahl ganz nackt, bis die Natur ins Schicksal packt. In Wind und Wetter nach vielen Tagen fängt die Zersetzung an zu nagen. Verwittert zeigt das Holz bald Risse Manch Vogel hinterlässt hier Schisse. Krempen aus Eisen rosten im Regen. Doch Moose und Flechten bringen Segen. Sie… Weiterlesen

… gelb die Stoppelfelder In meinen Erinnerungen ist es mir nicht gelungen, über ein Stoppelfeld zu gehen, ohne Ferienkinder zu sehen. Ende Juni war es an vielen Stellen so weit. Die frühreife Gerste zeigte sich erntebereit. Die Halme leuchteten in blondem Gold Der Mähdrescher sich nur die Körner holt. Dann wird das Stroh zu Ballen gepresst Nur wenig später ein Hänger verlässt ein frei geräumtes wieder offenes Feld. Dem Taubenschwarm dies so… Weiterlesen

Ganz in Gold Maria strahlt im feinsten Gold trägt gütig ihren Sohn im Arm. Das Mutterglück erscheint uns hold und Morgensonne macht sie warm. Um beide Köpfe blinkt ein Schein – soll Heiliges bedeuten. Ganz nahe fließt vorbei der Main. Er hört die Glocken läuten. Hoch auf dem Kirchenschiff der Thron – die Mutter Gottes auf dem Dach – dies Szenario irritiert mich schon. Erinnerungen werden wach. Maria galt als Auserwählte, die… Weiterlesen

Raupen Bis in die Puppen fressen Jegliche Figur vergessen Der Bauch quillt dick und rund Is(s)t dennoch meist gesund. Raupen schnetzeln tief im Kohl Fühlen sich dort pudelwohl. Raupen lieben Salatblätter Werden davon immer fetter. Raupen nagen selbst an Nesseln, an die sie sich mit Seide fesseln. Im Erdenreich sind Engerlinge Beim Wurzelfraß stets guter Dinge. Viele Raupen sind nicht schön – andre ganz hübsch anzusehn. Im Innern ihrer Raupenhaut Sich Neues… Weiterlesen

Sandzeichen Wolkenfetzen von Südwest Jagen wild über den Strand. Steifes Windgebläse läst tanzen weißen Dünensand. Grell schlägt plötzlich Sonnenlicht Auf gebleichte Muschelschalen. Doch die nächste Wolke bricht Alle Kraft der warmen Strahlen. Vor den Dünen bleib ich stehen. Sand hat Zeichen hier gelegt. Mit dem nächsten starken Wehen Wird die Front nach vorn bewegt. Ganz wie zarte flache Wellen Schichten sich hier Körner auf. Ruhe zeigen diese Stellen Selbst beim Sand im… Weiterlesen

Der Zahn der Zeit Überall Nagespuren Auf Schritt und Tritt Wohin ich auch blicke Die Zeit frisst mit. Das gestern noch gelbe Blatt Vom so bunten Herbst Die hungrige Fäulnis hat Es moderbraun gefärbt. Am Sturmopferbaum Wachsen Pilze und Moos Sein luftiger Lebenstraum lässt ihn am Boden los.

Verblüht Wie stolz war er der Echte Alant – Weichgelbe Blüten voll üppiger Kraft. Seine großen Blätter reib ich in der Hand, Bis frische Würzigkeit steigt aus dem Saft. Zum Sommeranfang schießt die Pflanze groß Entfaltet die Blätter fächerartig aus. Dann treiben Blütenstände aus ihrem Schoß. bringen kraftvolle Knospen hoch heraus. Gerade aufgeblüht lockt feinster Duft Wohl auch aus der Ferne Insekten her. Schwebfliegen stehen steif in der Luft – Fällt ihnen… Weiterlesen