Gerhard Laukötter's Blog

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Deine Spuren im Sand Deine Spuren im Sand ja die fand ich so im Vorbeigehen hab sie fast übersehen. Zart getupftes Spurenband blieb aber nicht unerkannt. Ein Rüsselkäfer trippelte, unter jedem Fußdruck riffelte der lose Sand schön musterhaft bis eine Spur war schnell geschafft. Woher der Käfer heute kam, blieb offen, denn der Wind nahm ständig Sandkörner vor seinen Lauf schüttete diese auf deine frischen Schrittemulden. Werbeanzeigen

Nur einen Mittag Vor ein paar Tagen da lagen ganz viele blaue Blüten mir tief zu Füßen. Ich kannte sie noch nicht denn solch ein Frühlingslicht hatte ich hier noch nicht erlebt. An diesem Morgen schwebt sonnige Luft über allen Wegen. Der frühere wohltätige Regen hat überall Blumen geweckt. Selbst im steinigsten Pfad da hat es manche Blüte gewagt, ihr schönes Gesicht zu zeigen. Ich muss über sie steigen, um sie nicht… Weiterlesen

Im Schneckentempo Zwei Weinbergschnecken zeigen mir, wie Tempo schleicht gerade hier. Fast jedes Foto macht sich scharf bei solchem Schnelligkeitsbedarf. Die Schalentiere schleimen sanft sind an der Sohle kaum verkrampft. Ganz lautlos ohne jeden Schritt hält Langsamkeit und Ruhe fit. Die Fühler sind weit vorgestreckt, damit die Schnecke früh entdeckt, was ihrem Weg sich quergestellt so hat sie alle Zeit der Welt, auf nichts zu spät zu reagieren, um Gelassenheit so zu… Weiterlesen

Jeder Bach sucht seinen Weg Das Wandern ist des Menschen Lust über Stock und Stein mit forscher Brust. Der Wege gibt es ohne Zahl – sich zu entscheiden bleibt die Qual. Wer seine Schritte fleißig macht, hat es im Leben weit gebracht. Der Wandergeist wird frisch und wach, begegnet er dem hellen Bach. Das Wasser reist auf krummen Touren und wo es war, hinterlässt es Spuren. Jeder Bach der sucht sich seinen… Weiterlesen

Wegeleben Manche Wege führen kurz zum Ziel. Außer Fahrspuren zeigen sie nicht viel. Ein Trecker kommt gut zur Weide hin. Da macht ein Weg auch schon mal Sinn. Aus Bauschutt ließ er sich gestalten. Der Trümmerbruch kann Form gut halten. Doch wenn die Reifen Boden greifen und diesen rollend hier abstreifen, dann wächst der Weg ins Grüne bald nur Fahrspuren, die lässt das kalt. Die Bauschuttreste schlämmen ein. Da darf dort bald… Weiterlesen

kaudeamus igitur… kaudeamus igitur – was machen wir denn da bloß nur? Ich lauf im Herz von Recklinghausen Und kriege ständig kaltes Grausen. Wohin mein Augenblick auch fällt, Ist Pflasterkunst ganz fies entstellt. Auf Schritt und Tritt seh ich hier Flecken. Kaugummikörper platt bedecken Fußgängerzonen sind gummiert, weil mancher Kauer was verliert. Gespuckt wird meist ein Kugelrest Geschmacklos ist hier der Attest. Das Gummi rollt so auf das Pflaster Das ist der… Weiterlesen

Hohlwege Die Kultur hat sie irgendwann angelegt: Uralte Wege über Hunderte von Jahren. Regenwasserbäche spülte sie in die Tiefe, Bis Lösslehmwände senkrechte Grenzen bildeten. Feldgehölze wachsen bis heute auf den Schultern hoch: Knorrige Eichen, verdehte Hainbuchen Schwarzdorngebüsch und Haselnusssträucher Vogelkirschen und undurchdringlicher Weißdorn Durchflochten von Efeu und Brombeere. Der alte Weg ist seit langem entbehrlich. Nur einige Wanderer und Hundehalter nutzen ihn noch. Wer ist hier in welcher Mission wann vorbei gekommen?

Wegbeschreibungen Wir machen den Weg frei! spotteten die Herbizide und hielten ihr tödliches Versprechen! Auf diese Steine können sie bauen! – und danach endlos auf Versiegelung schauen! Aus welchem Pflaster besteht eigentlich der Weg zum Erfolg? Wer sich auf Abwege begibt, der verlässt den Pfad der Tugend! Seitenwege regen zu Seitensprüngen an! Einweg oder Mehrweg? das fragt sich die Flasche. „Ich bin dann mal weg“, rief der Pilgerpoet Harpe und kam als… Weiterlesen