Gerhard Laukötter's Blog

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Explosion der Pollen Ein kleiner Gartenweidenbaum wird jedes Jahr erneut zum Traum. Ein paar Häuser weiter nur wächst dieser Salix in Natur. Die Knospen sprangen letzte Wochen. Manch Silberschopf ist rausgekrochen, hat Astwerk edelfein geschmückt. Der Glanz der Härchen hat entzückt. Doch dieses war nur Intermezzo Es folgte bald ein Furioso. Aus jedem Silberweidenkätzchen sprangen wohl hundert gelbe Bätzchen: Volle Säcke lang auf Stielen, die mit Pollen mächtig dealen. Weidenblüte explodiert –… Weiterlesen

Wucherungen Wer wuchert, der schießt übers Ziel. Der nimmt an Zinsen viel zu viel. Manch Hausbesitzer wenig fein, erhöht die Miete ungemein. Wird eine Ware plötzlich knapp, bringt das die Preise sehr auf Trab. Auch die Natur kennt Wucherungen – Nicht immer gut, oft Not gedrungen. So manches schießt mit voller Macht Weit aus dem Boden über Nacht. Was so ein Pilz in Kürze schafft, ist nur ein Beispiel für viel Kraft,… Weiterlesen

Kopfbäume So paradox es klingen mag – Erst wenn die Motorsäge nagt – Der Stamm geköpft vom Krongeäst, Wird bald ein Kopfbaum dieser Rest. Zumeist sind es wohl weiche Weiden, die solche Schnitte hart erleiden. Nach dieser ersten Köpftortur Hilft sich dann rasch selbst die Natur. Die brutale Sägeschnittstelle Wird zur ergiebigen Wachstumsquelle. Sie sorgt für Äste reich an Zahl, Wo vorher nur der Stumpf so kahl. Wie Zweige jetzt ins Grüne… Weiterlesen

Sie verhaufen Wiesen Eine Wiese ohne Haufen Würd als Bauer ich nicht kaufen. Zeigt sie mir beim ersten Blick: Hier fehlt wohl was zum Lebensglück. Erscheint die Wiese maulwurfslos, ist kein Gewürm im Erdenschoß. Seit Wochen seh ich neue Haufen – Im Garten ist`s zum Haareraufen – In Wiesen ist mir fast egal Die übergroße Haufenzahl. Betrachte ich die Erdenhügel, Bekommen Fragen bei mir Flügel.

Mustergüllig Es lag was in der Luft Ein ungeliebter Duft. Im jungen Februar war er dann wieder da. Ich ging dem Duft entgegen Auf mir der Nieselregen – Der war mir fast egal – Bei dieser Nasenqual. Nach kaum mehr hundert Schritten Da stand ich nun inmitten Vom Ort, der übel stank Dem Landwirt dem sei Dank.

Weidenkätzchen Seit gestern schmust das Weidenkätzchen Mit seinen gelben Pollenbätzchen Im lauen Märzenwind. Des Kätzchens silbrig Haare Sind seidigst weiche Ware, die fein den Leib umhüllt und Frühlingstraum erfüllt. Der Strauch lockt erste Bienen: Denn Blütenstäube dienen Als frühes Lenzenbrot Gegen die Hungersnot.