Gerhard Laukötter's Blog

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Wasserräume Allerkleinste Wasserköpfchen füllen grad die Regentröpfchen. Blätter formen Trichtertüten, die nur wenig Wasser hüten. Auch in mancher Wagenspur findet Wasser zur Natur. Einige der schönsten Pfützen sollten wir vor Schaden schützen. Mancher Graben ist so feucht, dass der Grasfrosch sogar laicht. Werbeanzeigen

Schmuddelkrebse Gelblichgrüne dicke Brühe hat den Weiher eingedickt. Keschern macht enorme Mühe. Algenfäden sind verstrickt. Mit den Händen zieh ich Stränge lauter Pflanzen hier an Land. Überraschend ist die Menge kleiner Tiere, die ich fand. In dem Dickicht klettern viele Wasserasseln träg umher. Haben scheinbar keine Ziele, laufen alle kreuz und quer.

Limnephilus, der Wasserfreund Der kleine Wiesentümpel erstickt fast im Gerümpel, das arglos wird versenkt: es wird ihm ja geschenkt. Die Wasserpflanzen decken den Müll noch zärtlich zu. Und viele Tiere stecken auf mal im alten Schuh. Mein Blick geht in die Tiefe. Dort seh ich zartes Rohr. Bewegt sich, als ob es liefe, so kam es gerad mir vor. Ich fischte mit meinen Händen dies Röhrchen dann an Land. In seinen grünen… Weiterlesen

Bosmina longirostris Nur ein halber Millimeter misst der Krebs, dies Weihertier. Winzig größer sind die Väter Mütter schaffen 0,4. (mm) Doch sie treiben massenhaft oben in der Wasserhaut. Mit der Filterbeine Kraft wird Geschwebe dort verdaut. Rüsselartig ausgezogen wächst der Kopf zur Nase fast. Diese ist recht krumm gebogen bis zu dem Antennenast. Nur ein Auge dient zum Sehen ist ein großer schwarzer Fleck.

Hufeisenwirbler Ruhig schwimmt ein Rosenblatt sonnt sich auf dem Altarmweiher. Oberfläche glänzt, ist glatt unten kleben Schneckeneier. Zwischen all den Laichgelegen hängt ein seltsam zartes Tier, will sich weich und sanft bewegen. Alles wird zur Schönheit hier. Feine Fäden bilden Kränze spielen als Tentakel mit, zeigen leichte Schwebetänze Moostierchen im Wiegeschritt. Ständig wirbeln Wimpernbänder Wasser strömt durch sie heran, wird dabei zum Nahrungsspender, Algen zieht es in den Bann.

In den Teich gesetzt Sag mir, wo die Teiche sind? Wo sind sie geblieben? Früher spielte ich als Kind dort mit alten Sieben. Sag mir, wo die Tümpel sind? Wo sind sie geblieben? Wenn ich heut die Stellen find, sind Häuser drauf geschrieben. Sag mir, wo die Weiher sind? Wo sind sie geblieben? Grast seitdem so manches Rind auf drainierten Wiesen.

Rohrreinigungen Tief im Sumpf passieren Wunder. Dumpfes Wasser wäscht sich rein. Pflanzen machen es gesunder Wurzelräume wirken fein. Jede noch so trübe Brühe wird am Ende gut geklärt. Pflanzen geben sich viel Mühe. Schilf und Binsen sind von Wert. In den letzten Wurzelspitzen ultraklein und kaum zu sehn endlos viel Bakterien sitzen, sich als Klärwerk gut verstehn. Nährstoffberge abzubauen bis zur chemisch kleinsten Spur, ist weit mehr als nur verdauen. Hilfe kommt… Weiterlesen

Nebulöses Von Erlenhänden eingefasst hält sich versteckt der kleine Weiher. Als leichteste von aller Last schwebt über ihm ein Nebelschleier – weich über schwarze Spiegelhaut. Wo feuchte Dünste flauschig küssen, solange bis es Wasser taut, wo Spinnenfäden lange wissen, wie Tröpfchen hängen perlgesäumt, da kann Natur verweilen. Im fahlen Morgenschwaden klebt manch nachtgekühlter Wassergruß. Verschlafener Binsen wirkt verträumt. Beträufelt schwimmt die Wassernuss.

Der Teich steht still Der Teich steht still – ob ich das will oder auch nicht – schwindendes Licht schläfert die Lebensfreude ein. Es reift der Wein tief ins rubinenhafte Rot Der Herbst sucht sich sein Lot. Meine Frösche gehen auf Tauchstation. An Sommerresttagen kommen sie noch schon ins goldene Sonnenspiel zurück – genießen gern so spätes Glück. Mosaikjungfern haben fast ausgetanzt. Wer sich bis dato nicht fortgepflanzt, wird die Zukunftstür hinter… Weiterlesen

Oktoberweiher Als gäb der Sommer sein Come-back! besonnt und wohlig liegt der Fleck des Weihers grad zur Mittagsstunde. Libellenpaare in flotter Runde von später Liebe heiß bedrängt – das Paar sich in den Lüften fängt. Ein Wasserfrosch ganz Freund der Sonne sucht Rosenseeblatt warm zur Wonne. Im Röhricht wirft der Wasserdost Samenwolken bald zur Post. Rohrkolben geben sich seit Tagen reif. Sie ragen hoch, stehen ewig steif. Gelbbleicher Schilf lässt sich gern… Weiterlesen