Gerhard Laukötter's Blog

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Ein bisschen Weihnacht Ein bisschen Weihnacht würd ich mir erhoffen vom Wettergott – doch der ist wohl verreist. Ein bisschen Weihnacht, dass mein Herz wird offen dass Alltagstrott in mir nicht fest vereist. Ein bisschen Weihnacht – ja: „Wir schaffen das!“ dass Heimatlose bei uns endlich Frieden finden. Ein bisschen Weihnacht macht das Flüchtlingsauge nass, wenn wir uns nächstenliebend mehr verbinden. Ein bisschen Weihnacht verklärt mit Kitsch aus Engelshaaren dazu der Tisch… Weiterlesen

Verrückte Weihnacht Dieses Jahr ist alles besonders verrückt. Wir werden zu Weihnachten mit Frühling beglückt. Wenn am Heiligen Abend die Knospen aufspringen, können wir Maienlieder mit Inbrunst singen. Auf idyllischen Schnee brauchen wir nicht zu verzichten. Die Werbung lässt schöne Flocken verdichten. Seit ein paar Tagen ist es am Wegrand blütenweiß Taubnesseln erstrahlen dort im geselligen Kreis. Überall leuchten Blumengesichter voller Freude und lustvolle Vögel suchen Nistgebäude. Selbst die Bienen als konsequente… Weiterlesen

Zwischen den Jahren Weihnachten hat seinen Scheitelpunkt verlassen. Das nervöse Geleut an den Ladenkassen Beginnt zu verstummen. Die Kunden sind wie immer die Dummen. Erneut wieder mal hereingefallen – Penetrante Werbung erzeugt Besitztumsgefallen. Über Nacht wird Weihnachtsgebäck zum Ladenhüter. Die zu früh strapazierten Magengemüter Beschweren sich seit vielen Wochen mit Frust über Spekulatius, Printen und Stollenfresslust. Vieles zum Ende verschleudert im Preis, weil jeder Billigkunde längst weiß: der Gewinn ist schon früh… Weiterlesen

Candel in the night Im Kerzenlicht Es ist schon eine wunderbare Gabe, dass durch die Kunst der Bienenwabe das Wachs kam in die dunkle Welt. Es hat fortan die Nacht erhellt. Die Biene schuf für ihre Brut Einen Baustoff – der unendlich gut. Das Wachs hat beste Eigenschaften Lässt Wassertropfen nicht mal haften. Dazu entströmt ihm feinster Duft, der wohlig würzt in Räumen Luft. Der Mensch nahm dieses Wachs zur Hand. Die… Weiterlesen

Weihnachtspost Der Postbote trägt weihnachtsschwer. Da ist heut einiges im Verkehr. Bei uns landet auch mancher Brief, der Weihnachten zum Anlass rief. Die Autofirma schickt mir Zeilen – will mir dabei freundlich mitteilen, dass sie mir wünscht Erfolg und Glück Und zeigt dabei ihr neustes Stück. Die Firmen, die Aufträge bekamen, grüßen mich auch in Kindels Namen. Wer gut bestellt in diesem Jahr, für den besteht akut Gefahr, dass diese Dienste höflich… Weiterlesen

Die Unvollendeten An Tagen der süßen Verführung der Klischees, sentimentaler Rührung da rollen Mozartkugeln ins Bild. Wer damit sein Verlangen stillt, hat sich genüsslich gut getan an Schoko, Nougat, Marzipan. Auf der Verpackung ein Portrait von Wolfgang Mozart mit Silbertoupet – Was hat der Wolferl komponiert mit Musikwunder die Welt fasziniert! Die Zauberflöte lockt noch heute Nicht nur musikbegeisterte Leute. Eine kleine Nachtmusik – bleibt unvergessen Jeder hat sie früher besessen. Ob… Weiterlesen

Drei Spatzen Drei Spatzen sitzen hoch im Baum Schauen von dort in meinen Raum. Sie hüpfen schnell von Ast zu Ast Der Ginkgo bietet kurze Rast. Als sie mich dann entdecken, ereilt sie Furcht und Schrecken. Im Augenblick, vielleicht im Nu Da hat der Baum wieder die Ruh. Die Spatzen sind rasch weggeflogen. Ein neues Ziel hat sie bewogen, den Platz hier plötzlich auszutauschen. Die Flügelfedern dabei rauschen. Drei Spatzen flattern im… Weiterlesen

Weihnachtsblüten In diesem Jahr: Vom hohen Sommer bis ans Krippenfest Der Rainfarn nicht das Blühen lässt. Von weitem leuchten gelbe Knöpfe, Dicht geschart wie Kopf an Köpfe. Mit Rainfarnblüten da verbinde Ich Augustwärme, süße Winde. Am Blütenteller schweben Fliegen, die scheinbar körperhaft nichts wiegen. Auch kleine Käfer marmoriert – Werden vom Duft hierher lanciert – Sie wollen köstlich Nektar schlürfen und saugen auf, was sie nur dürfen. Am Tage von dem Weihnachtsfeste… Weiterlesen

An Tagen, wie diesen… An Tagen, wie diesen, Bleibt der Himmel oft grau An Tagen, wie diesen, Werd ich aus dem Himmel nicht schlau. An Tagen, wie diesen, Soll wohl Weihnachten sein. An Tagen, wie diesen, Bedienen wir den Schein. An Tagen, wie diesen, Da schmiert das Geschäft. An Tagen wie diesen, geht des Ärmsten nur schlecht.

Heiligabend Vielen ist jeder (Feier-)Abend heilig – Sie wollen ihn ungestört verleben. Was ist eigentlich heilig? Etwa das Motto: „Alles wird gut!“? Wenn ich in die Welt blicke, finde ich da überhaupt etwas Heiliges? Auf Unheiliges, Unseliges stoße ich mehr als mir lieb ist. Mein Heil in der Flucht suchen, macht mich nicht heilig. Die Heilsarmee verfügt kaum über Heilige. Heilig, heilig, heilig …. Stammeln verstaubte Kirchenlieder – In der Hoffnung ,… Weiterlesen