Sozialer Wohnungsbau

Sozialer Wohnungsbau

Beim Nachbarn wird ein Dach zerstört.
Das erscheint zunächst recht unerhört.
Ein Gartenhaus wird zur Ruine
und das aus kreativer Miene.
Was dann entsteht, bewegt Fantasie
Chaos braucht es hier irgendwie.
Als erstes muss das Dach wohl weichen –
setzt dem Entschluss ein klares Zeichen.
Unter den Platten
kommt Vergangenes ans Licht
Wespenarchitektur auf einmal besticht.
Als halbe Kugel präsentiert sich ein Nest –
In Jahren gealtert aber immer noch fest. Weiterlesen

Beerenauslese

Beerenauslese

Die Sonne meinte es gut mit den Trauben.
Sobald sie erröten, Amseln sie rauben.
Doch sind alle Beeren nun mal sehr rund.
Da fallen beim Angriff sehr viele zum Grund.
Dort platzen sie auf, der Saft quillt heraus.
Das lockt viele Fliegen zum süßklebrigem Schmaus.
Auch späte Wespen riechen den leckeren Brei-
kommen minütlich zum Schlachtfest herbei.
Als größter Verzehrer aus dem Insektenreich
landen Hornissen hier und fressen sogleich.
Besonders sind zerplatzte Früchte von Interesse.
Da schlürfen sie dann die zuckrige Nässe. Weiterlesen

Die Birne ruft!

Die Birne ruft!

Die Birne ruft –
fast alle Wespen kamen.
Der tiefe Fall durch Morgenluft
kannte am Ende kein Erbarmen.
Am Boden lag frischgelber Brei.
Die Form war sturzzerstört.
Das Birnenfleisch lockte herbei,
als hätten sie den Plumps gehört:
Wespen, Hornissen wie auch Fliegen.
Sie hocken nun ganz dicht gedrängt
am süßen Tische ja da kriegen
sie kaum Futterneid – so reich beschenkt.
Es fallen wieder fast minütlich
die Birnen; denn es hängt enorm.
Der Baum ist dieses Jahr zu gütig.
Auch Bienen waren echt in Form. Weiterlesen

Eigenheim aus Pappmache

Eigenheim aus Pappmache

Viele Wespenarten wie Hornissen
alle bestens Bescheid wissen,
wie sie ein Nest bauen aus grauem Holz
Ein Eigenheim ist bald ihr Stolz.
Vom Weidenpfahl, vom alten Brett
da nagen sie von früh bis spät
das alte blasse Holzgewebe.
Vom Speichel gibt’s dazu die Klebe.
Sie kauen alles zu feinem Brei.
Der Nestbau startet Anfang Mai.
Die Paste trocknet zu dünnem Papier.
Ein Wabenbauwerk entsteht bald hier.
Aus Pappmache wachsen die Wände.
Mundwerkzeuge sind die Hände,
die diese Masse dann aufschichten,
und dabei farbig uns berichten,
welches Holz die Wespe gerade wählte. Weiterlesen

Birnenregen

P1150308Birnenregen

Im Garten ragt ein Birnenbaum.
Er ist sehr alt, verschafft sich Raum.
Zeigt seine Krone voller Stolz.
Im Stamme ruht viel Jahresholz.
Weil er in diesem frühen Jahr
vom Blütenmeer geflutet war
und auch die Bienen, Hummeln summten,
die Früchtemengen nur so brummten.
Der ganze Baum hing brechend voll –
die Ernte mehr als übertoll.
Gegen Ende August begann der Regen.
Das war nicht nur der reinste Segen.
Wie eine Bombe schlug manche Frucht,
die im Bodenkampf ihr Ziel gesucht.
Auf den Beeten fielen Birnen weich.
Trotzdem platzen sie alle gleich.
Ihr Früchtefleisch so saftig süß
sofort auf Gegenliebe stieß. Weiterlesen

Hornissen

HornisseHornissen

Was wir so über Hornissen
eigentlich so wissen,
sind eher Schauermärchengeschichten.
Wenn einige Schlechterwisser berichten:
dass sieben Hornissenstiche ein Pferd killen,
um dabei ihre Bösartigkeit zu stillen.
Hornissen sind wahrlich stolze Tiere,
die ich im Verhalten gern studiere.
Sie sind aus der Wespengilde die größten.
Im XXL-Format aber da lösten
sie bisher Angst, Panik und Schrecken aus
Man jagt sie aus Heim, Stall und Scheune hinaus.
Hornissen sind im Verhalten eher scheu.
Das ist für viele hysterisch nervöse Menschen neu.
Hornissen machen um uns gern einen Bogen.
Das glättet im Umgang mit ihnen die Wogen.
Sie sind oft aktiv bis tief in die Mitte der Nacht –
fangen Beute und bringen die Eiweißfracht
in ihr papiernes Nest zu ihrer Brut
Hier wogt nur mütterliche sorgendes Blut.
Hornissen haben große Wohnungssorgen.
Für ihr Asyl müssen sie sogar Nistkästen borgen. Weiterlesen

Jakobiäpfel

FallobstJakobiäpfel

Was für eine Plage
an jedem der frühen Augusttage
kann man es kaum wagen,
ohne großes Unbehagen
unter den Apfelbäumen zu laufen.
Denn da liegen sie zu Haufen:
Die Klaräpfel – am Boden zerstört –
wer die abertausenden Wespen überhört,
nimmt sein Schicksal oft in die Hand,
sowie er einen noch brauchbaren Apfel fand.
Zwischendurch immer wieder ein Knall.
Das bedeutet das Ende vom freien Fall.
Weil das Obst – am Zweige gesessen –
innen von der Made zerfressen,
geht es frühreif zu Grunde –
schlägt auf zu jeder Stunde.
Klaräpfel reifen um den Jakobstag.
Ein Großteil schon vorher am Boden lag.
Von den Apfelleichen
wollen die Brummer nicht weichen. Weiterlesen

Kommensalen

P1220636Kommensalen

Ein laut Gesumm im Birnenbrei –
Die Süßigkeit verlockt,
Führt allerlei Insekt herbei
Am Fleisch manch Kiefer hockt.
In großer Zahl sind Goldfliegen,
nebst Verwandtschaft angereist.
Jede will was vom Zucker kriegen
Das Mus wird rasch verspeist.
Der Birnenbaum ganz Spender ist.
Er wirft sein Obst zu Erden.
Was weich versinkt grad auf den Mist,
Braucht nicht geopfert werden.
Die Pflasterbirne jäh zerschellt.
Aus schönster Form wird Brei.
Was tragisch in die Tiefe fällt,
Ruft Esser schnell herbei. Weiterlesen

Auf Kosten anderer

SchlupfwespeAuf Kosten anderer

Nicht nur bei uns
Können wir täglich erleben,
wie Mitmenschen nur danach streben,
auf Kosten anderer Ihr Dasein fristen –
wie eine Made tief im Specke nisten.
Das Prinzip hierzu ist gar nicht neu
Auch manche Wespe ist so frei.
Sie legt dazu manch rundes Ding
Mit Bohrer in den Schmetterling.
Dort will die Larve parasitieren –
Der Wirt wird immer nur verlieren.
Im Sonnenlicht zur Mittagszeit
Da landet eine Herrlichkeit
Von einer Wespe auf der Blüte –
Ein Tier von ganz besondrer Güte. Weiterlesen

Süßer die Birnen nicht locken

WespenSüßer die Birnen nicht locken (2)

Süßer die Birnen nicht locken
Als zu dieser Spätsommerzeit.
Am Birnenmus fast friedlich hocken
Die Wespen im gelbschwarzen Kleid.
Sie nagen am süßen Fleische
Im innigen Schwesternverbund.
Man hört keine bösen Geräusche
Für Neid gibt es keinen Grund.
Sie fressen fast wie Maschinen
Und kauen in einem fort
Als wären sie fleißigste Bienen
Nur an einem falschen Ort.
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