Gerhard Laukötter's Blog

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Mangoldreif Nicht viel Gemüse überlebt, wenn Frost sein Eis im Winter webt. Den Sellerie kneift Kälte kaum. Für Melde ist längs aus der Traum. Der Grünkohl zeigt sich frisch im Blatt. Ihn macht der Winter selten matt. Was mich schon wundert, ist der Mangold – eine Pflanze blieb, eher ungewollt, im Beete stehen einsam verwaist. Jetzt war ihr Outfit kühl vereist. Die letzte Nacht brachte viel Reif. Der Boden fror im Froste… Weiterlesen

Körnerfresser Jeden Tag meist zur gleichen Zeit mach ich mich wieder zum Füttern bereit. Der Hühnerstall liegt ein paar Schritte vom Haus. Ich laufe zum Stall immer nur geradeaus. Vom Federvieh werde ich gackernd empfangen Denn da werd ich ins Kornfass tief hinein langen, um dann Getreide weit zu verstreuen. Hastiges Picken wird mich dann wohl erfreuen. Da kein Mangel herrscht, fehlt jeder Futterneid. Alle Hühner fressen voller Zufriedenheit. Doch da sind… Weiterlesen

Vom Eise befreit Tief beschneit liegt alles dar. Reif verzuckert Knospenspitzen. Schneidend kalt, die Luft klirrt klar. Frost sticht in die letzten Ritzen. Alles Leben scheint erfroren. Mäuse kriegen rote Ohren. Pflanzen halten strengste Ruh, denn der Winter deckt sie zu. Horch, was gurgelt, flüstert leise unter mächtig starkem Eise plätschert helle Melodie klare Töne – hörst du sie?

Harte Zeiten Seit Tagen klirrt die Luft gefroren. Vom Schnee ein Rest der wirkt verloren. Laubbäume harren gänzlich nackt Bei Sternenklarheit richtig sackt im Januar die Temperatur – harte Zeiten für die Natur. Der Maulwurfhaufen nun felsenhart, kein Vogel mehr am Boden scharrt. Den Teich verschließt längst dickes Eis Schneegriesel färbt die Haut zart weiß. Was macht ein Regenwurm im Winter? Da komme ich noch rasch dahinter. Er vergräbt sich tiefer in… Weiterlesen

Transformationen Was fast unbeschreiblich vor mir liegt vom Morgenlicht den Glanz grad kriegt, war gestern eine Regenpfütze am Straßenrand – zu gar nichts nütze. Das Wasser lag träg in der Rinne gestaltlos im Strukturensinne. Es war zu viel, dass es verschwand. Der Wind nahm wenig in die Hand. Dann wurde es kalt in Vollmondnacht – hat Frostiges bald hergebracht. Die Pfütze vereiste von dem Rand. Gleichzeitig auch Volumen schwand. Zwischen Eiskörper und… Weiterlesen

Eiszauber Mein Blick seit Tagen nur gesenkt – was dieser Frost mir hat geschenkt, lässt mich auf Heftigste erstaunen – unfassbar sind für mich die Launen, die sich mir draußen eisig zeigen. Ich muss mich tief dazu verneigen, um Naturkunstwerke zu studieren, die ständig ihre Form verlieren. Zuerst war alles feiner Reif. Er machte welkes Blattwerk steif. Verzuckerte die braune Haut, die so ganz festlich plötzlich schaut. Dann kam ein Regenband vorbei…. Weiterlesen

Der Garten ruht Der Garten ruht sich ziemlich aus. Der Gärtner hockt nun warm im Haus. Der Boden fröstelt Nacht für Nacht. Das Eis hat Härte ihm gebracht. Es blüht nur wenig noch im Beet. Was dort verfroren kläglich steht, sind nur noch Pflanzentrümmer. Die Kälte macht`s noch schlimmer. Am Gartenteich ist nichts mehr weich. Die Eiseshaut am Tage nicht taut.

Eisrosen Voller Optimismus sind noch die Rosen nicht so empfindlich wie die Mimosen. Selbst wenn der November trauernd geht, so manche Rose noch im Blütenfeuer steht. Sogar einige Knospen, die Zeit noch brauchen, wollen aus ihren duftigen Mund noch Sinnliches hauchen. Hält sich der späte Herbst mit Kälte zurück, gibt es vor Weihnachten rosafarbenes Glück. Letzte Nacht, da hat der Winter einen kurzen Abstecher gemacht. Die schirmenden Wolken am Himmel auseinandergebracht. So… Weiterlesen

Zwölf Jahresringe Heut hat der Reif mit Eis schön eingedeckt Neugierde wird kalt geweckt. Der feine Frost zeichnet perfekt, hebt zart hervor, was sonst versteckt. Bei jedem Reif kristallisieren die kleinsten Tröpfchen sie verlieren die Formarmseligkeiten von Flüssigkeiten. Durch das Erstarren verharren winterkühle Moleküle in gläsernen Gebilden – manchmal mit wilden Architekturen. Frostspuren, die meist nur – so will es die Natur – bald vergehen. Wir sehen schon ihr Ende bald. Es… Weiterlesen

Grönland von oben? Ich fliege hoch durch kalte Luft – von Weitem eine Möwe ruft. Unter mir liegt blankes Eis schattiert in sich in mattem Weiß. Ich sehe Spuren weit gezogen. Die Fährten machen einen Bogen vorbei an einem großen Leck. Unsicher ist hier mancher Fleck. Das Eis scheint vielerorts gebrochen. Kein Seehund hat sich hier verkrochen. Auch späh ich lange in die Ferne. Den Eisbär sähe ich allzu gerne. Kein Tier… Weiterlesen