Gerhard Laukötter's Blog

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Harte Zeiten Seit Tagen klirrt die Luft gefroren. Vom Schnee ein Rest der wirkt verloren. Laubbäume harren gänzlich nackt Bei Sternenklarheit richtig sackt im Januar die Temperatur – harte Zeiten für die Natur. Der Maulwurfhaufen nun felsenhart, kein Vogel mehr am Boden scharrt. Den Teich verschließt längst dickes Eis Schneegriesel färbt die Haut zart weiß. Was macht ein Regenwurm im Winter? Da komme ich noch rasch dahinter. Er vergräbt sich tiefer in… Weiterlesen

Eiszeit im Bett Eiszeit im Bett ist gar nicht so nett. Was ist es doch auf mal so kalt – macht nicht mal vor dem Frosche halt. Der Schnee von gestern heute kühlt, was sich zuvor noch warm gefühlt. Dieses Bett das sah auch heiße Zeiten mit Froschkonzert voll Lustbarkeiten. Um das Bett herum war reichlich los – der Hochzeitswunsch überall so groß. Die Maienhitze ist längst vorbei. Im Winter bleibt dies… Weiterlesen

Das letzte Blatt Ein Blätterjahrgang löst sich auf. Am Boden liegt Falllaub zuhauf. Im letzten Blatt glänzt Sonnengold, bis es der Wind vom Aste holt. Ist dieses Blatt hier denn ein Sieger? Andre sind längst ja Untenlieger. Es hat jetzt einzig überlebt – bis eine Böe kommt und es geht. Letzter zu sein ist oft nicht schön – Wenn alle andren vorher gehn. Beim Baum trauert niemand ums Blatt, das seinen Platz… Weiterlesen

Baumschlaf Die Buche präsentiert sich nackt Denn jedes ihrer Blätter Ist letztlich bodenwärts gesackt Im herbstwindigen Wetter. Nun seh ich Corpus, Stamm und Ast Von Zweigen all die Enden. Der Baum ist frei ohn jede Last. Die Sonne kann mich blenden. Wo sonst ein grünes Blättermeer im Lenz beginnt zu rauschen, da ist die Krone kahl und leer Gibt wenig uns zu lauschen. Die Buche steht, als wär sie tot.

Im Winterbach Baumständer grüßen kahl und leer Das Gras der Wiesen harret. Im Wald wiegt tief ein Blättermeer Die Amsel hungrig scharret. Natur versinkt im Winterschlaf Man spürt so wenig Leben. Der Igel träumt als Kugel brav. Spinnen nun nicht mehr weben. Ich lenke mich hinab zum Bach Und stiere durch die Wellen. Dabei wird mir Erinnerung wach Wie muntre kleine Quellen: Im Bach ist jetzt Entwicklungszeit Für ganz viel Larvenleiber. Die… Weiterlesen

Flatterhaft im Vollmondlicht Nach dem Winter kommt der Sommer. Sonnenstrahlen brennen heiß. Frühling scheint nur kurzes Komma, Hitzetempo bringt viel Schweiß. Alles will auf einmal blühen, was sonst schön im Wechsel stand. Kalte Sonne wärmt zum Glühen, Wachstum außer Rand und Band. Gartenarbeit kummuliert: Altes raus und Neues Pflanzen. Blütentempo irritiert. Mückenwolken lustvoll tanzen. Abendluft schwingt leicht und mild. Vollmondscheibe leuchtet hell. Schattenschön zeichnet das Bild, das der Teich im Spiegel wellt…. Weiterlesen

Wintermantel Ach ich sehn mich nach dem Frühling krokusgelb hyazinthenblau. Doch wie ich heut nach draußen ging, war alles frostig grau.

Bodenruhe Die Erde schläft zur Winterszeit. Es wird ein langes Ruhn. Sie scheint vom Leben ganz befreit, braucht keinen Dienst zu tun.