Gerhard Laukötter's Blog

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Wie alt? Wie alt ist dieser Ammonit? Wie lange war er damals fit? Wie lange dauert wohl mein Leben? Kann keine Antwort darauf geben. Der Ammonit – das weiß die Wissenschaft – hat es im Stein auf 100 Millionen Jahre geschafft. Wie lang er selbst lebendig war, vielleicht nur dreißig, vierzig Jahr? Mein Leben neigt sich mehr zum Ende Heut kommt eine Jahrzehntenwende. Ist sie die letzte oder doch nicht? Das Schicksal… Weiterlesen

Das Blechhuhn Da steht es nun ein blechern Huhn. Hat nichts zu tun, als nur zu ruhn. Naiver Schmuck vom Tucktucktuck. Ist pflegeleicht, hin und wieder reicht ein wenig Lack und zick und zack ist alles wieder bunt bis auf den Grund. Doch streicht man nie das Federvieh – spart sich die Kosten beginnt`s zu rosten. Erst kleine Flecken in feuchten Ecken. Es blättert ab der Farbbelag. Bald ist der Leib vom… Weiterlesen

Römische Gipsreplik Auf einem Pfahl steckt eine Büste – als ob nicht jedermann gleich wüsste, dass dieser smarte Römerblick nichts anderes ist als eine Replik. Für kleines Geld kriegt man die Schönen von allen Göttern und deren Söhnen. Man braucht dazu nur etwas Gippes und fertig ist der billige Nippes. Die Originale sind aus feinstem Marmor In Carrara kommt solcher vor. Die schöne alte Bildhaukunst erfreut sich heute noch an der Gunst… Weiterlesen

Im Schneckentempo Zwei Weinbergschnecken zeigen mir, wie Tempo schleicht gerade hier. Fast jedes Foto macht sich scharf bei solchem Schnelligkeitsbedarf. Die Schalentiere schleimen sanft sind an der Sohle kaum verkrampft. Ganz lautlos ohne jeden Schritt hält Langsamkeit und Ruhe fit. Die Fühler sind weit vorgestreckt, damit die Schnecke früh entdeckt, was ihrem Weg sich quergestellt so hat sie alle Zeit der Welt, auf nichts zu spät zu reagieren, um Gelassenheit so zu… Weiterlesen

Der Zahn der Zeit Ein Mauerwerk einst aufgesetzt wirkt irgendwie heut zeitverletzt. Ein Steinmetz schuf exakte Quader geschliffen wurde manche Ader, die vom Sediment früher gelegt – seitdem hat sich wohl viel bewegt. Der Zahn der Zeit hat am Gemäuer gefräßig wie ein Ungeheuer geknabbert hier und dort gefressen. Den Schaden kann man richtig messen. Wer hier am Steine hat genagt, hat mancher Zeuge sich gefragt. Der Zahn der Zeit das war… Weiterlesen

Der Zahn der Zeit Überall Nagespuren Auf Schritt und Tritt Wohin ich auch blicke Die Zeit frisst mit. Das gestern noch gelbe Blatt Vom so bunten Herbst Die hungrige Fäulnis hat Es moderbraun gefärbt. Am Sturmopferbaum Wachsen Pilze und Moos Sein luftiger Lebenstraum lässt ihn am Boden los.

Zeit haben Mehr als ein Jahr dahin gestrichen Mein Beruf hat ausgedient. Das Arbeitskonto ausgeglichen – Jetzt wird der Lohn im Schlaf verdient. So ganz gelöst von all den Dingen, die mich im Leben so geprägt, das will mir nicht so recht gelingen, Weil`s meine Seele nicht erträgt. Jetzt hab ich Zeit für langes Sehen. Entdecke Fremdes ziemlich spät. Mein Blick bleibt ruhig einfach stehen Und steigert so Intensität. Was ich damals… Weiterlesen