Schlehweiß

SchlehenblüteSchlehweiß

An Wegen, Rainen, Feldersäumen
Mit Strauchgebüsch und kurzen Bäumen
Entfalten sich nun grüne Spitzen
Auch erste Blüten fröhlich blitzen.
Die Weidekätzchen an den Zweigen
Wollen gern gelben Pollen zeigen.
Kornelkirschen sind längst verblüht
Der warme Winter hat verfrüht.
Im Heckenband zur Märzenzeit
Sieht es fast aus, als hätt’s geschneit.
Weiß übersät mit Blütenflor
Treten die Schlehen ganz hervor.
Von weitem scheint der Strauch bereift
ein Zuckerkleid übergestreift.
Von Nahem kleine Blüten duften
Und erste Bienen kräftig schuften.
Wenn alle Blüten fruchtig würden,
was wären das wohl schwere Bürden.
Zur Sommerzeit kann ich dann sehen
Die grünen Früchte in den Schlehen.
Sie sind schön rund von festem Bau.
Der Herbst färbt sie dann himmelblau.
Wilde Pflaumen locken zum Essen.
Den Geschmack wirst du niemals vergessen.
Sauer und herb ist die kleine Frucht –
Ein Genuss, den keiner so wohl sucht.
Die Schleimhaut stumpf, die Zunge pelzig
Das fies Aroma – ja das hält sich.
Erst nach dem Frost wird Schlehe weich
Die Säure warnt noch immer gleich.
Im Schwarzdorn aber Vögel hocken.
Denn Schlehenfrüchte endlich locken.
Der Strauch ließ Koster lange warten.
Doch der Verzehr der kann nun starten.
So sorgt Natur in kalten Zeiten
Im Schlehenstrauch für Essbarkeiten.
Mit Schnaps, Kandiszucker,
Vanille und Zimt
Schlehenlikör genüsslich stimmt.
Auch dem Wein gibt die Schlehe Kraft.
Im tiefsten Rubin leuchtet der Saft.
Am Wegesrand im Frühlingshauch
Leuchtet in Weiß manch Schlehenstrauch.

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