Gerhard Laukötter's Blog

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Verluste Der Häcksler kommt – greift sich den Mais Das Feld entblößt sich leer. Es schließt sich hier kein Lebenskreis Zurück bleibt Stümpfemeer. Der Mais wuchs richtig güllegut Bringt Biomasse satt. Was sich im Boden regt und tut ? – Steht auf dem andren Blatt. Die Landwirtschaft braucht Höchstertrag – Erst recht, wenn Preise sinken. Die Ökologie kaum jemand mag – Weil Euros selten stinken. Hier Boden krank, dort gar verbraucht Natur… Weiterlesen

Wieder eine Maisterleistung Im späten April erst gesät – Das ist eigentlich sehr spät – Kommt das Maiskorn in die Erde, Dass kein Frost es mehr gefährde. Im warmen Mai aufgegangen, Mit dem Wachsen angefangen Zunächst noch durchaus mit Maß Doch dann gibt die Pflanze Gas: Wenn die Sonne schön scheint, Der Himmel gut weint, Will der Mais heftig sprießen, Fängt bald an zu schießen. Ist der Sommer schön schwül Und es… Weiterlesen

Maisbrand Dem vielen Mais auf Landschaftsflächen Dem möchte man das Genick schon brechen. In Gedanken wünscht man ihm die Pest, Eine Seuche, die ihn kümmern lässt. Heut Morgen fand ich am Maisfeld Einen Kolben, der war arg entstellt. Ich dacht es wär ein Mutterkorn, das wulstig wächst zu einem Horn.

Star-Ensemble Wetten dass, bei „Wetten dass“ wieder ein Starensemble vormontierte Unterhaltung bieten soll. Wetten dass, beim FC Bayern nur ein Starensemble diesen sündhaft teuren Fußball kickt. Wetten dass, bei der Oscarverleihung stets ein Starensemble den roten Teppich im neuesten Edeltuch betritt. Wetten dass , bei den Pariser Modewochen nur ein Starensemble teuerster Models auf dem Laufsteg flaniert.

Der Mais ist weg! Mit Ernteriesen überbreit Ist es nun wieder an der Zeit. Der reife Mais wird tief geschnitten. Der Boden hat genug gelitten. Der eine Teil wird Silobrei Vom andern häckselt man die Streu. Das reife Korn wird gleich gemahlen Befreit von allen Kolbenschalen. Das große Feld ist sehr bald leer Von Landschaft sieht man wieder mehr.

Wie viel? Wie viel Boden muss noch sterben? Wie viel Erde bleibt noch grün? Was kann Boden noch vererben? Was wird morgen ihm noch blühn? Wie viel Straßen fressen Schneisen? Wie viel Häuser braucht ein Ort? Wie viel Boden muss verreisen Und verschwindet immerfort?

Bodenleichen Dieses wunderbare Treiben In der dünnen Bodenhaut Lange könnte ich beschreiben, welches Tier hier was zerkaut. Vom Gewusel in den Poren Vom Gekrieche durch den Sand Jeden Tag geht was verloren Immer nur durch Menschenhand. Keiner kann die vielen Flecken Nennen, wo schon Boden fehlt.

Asparagus Tief aus dem Boden Da komm ich her. Kaum bin ich da, beginnt mein Verzehr. Mein Trieb ist stark Weißblass die Haut. Im Magen werde ich Schnell verdaut. Du schöner warmer Maien Kannst mich ins Licht befreien. Aus dunkler Erdenschicht Mein Köpfchen Boden bricht. Die ersten Spargelstangen Sie steigern das Verlangen. Ein ganz besondrer Duft Erfüllt die Küchenluft. Und mit speziellem Messer Geht Spargelschälen besser. Ob roh verzehrt, ob weich gegart… Weiterlesen

Böserdig Könnte ich fühlen wie Mutter Erden Ich hätte wohl die schlimmsten Beschwerden. Im naturnahen Wald unter schattigen Bäumen Darf ich noch von der heilen Welt träumen. Dort leb ich als Boden ziemlich naturgesund In meinem Gefüge läuft das Leben noch rund. Verlasse ich jedoch diesen heimeligen Ort, dann treffe ich Übel wie Pestilenz und Mord. Boden wird vergiftet und gefoltert wie noch nie Degradierung von Erde wird zur Ideologie. Monokulturen soweit… Weiterlesen

Das alte Blatt Das alte Blatt liegt unzerkaut Ganz spröde auf der Bodenhaut Vermisst Kontakt zum Erdenreich – So wird kein Körper feucht und weich. Hart rascheln viele Blätterleichen. Niemand will sie zum Mahle reichen. Kein Asselchor, kein Milbenheer Die dächten hier an den Verzehr. Auch meiden Würmer diesen Ort Und Schnecken sind seit langem fort. Hainbuchen steh’n in Reih und Glied, wo Landwirtschaft das sonst vermied. Vor Jahren war hier Ackerbau… Weiterlesen