Verluste

MaisstoppelVerluste

Der Häcksler kommt – greift sich den Mais
Das Feld entblößt sich leer.
Es schließt sich hier kein Lebenskreis
Zurück bleibt Stümpfemeer.
Der Mais wuchs richtig güllegut
Bringt Biomasse satt.
Was sich im Boden regt und tut ? –
Steht auf dem andren Blatt.
Die Landwirtschaft braucht Höchstertrag –
Erst recht, wenn Preise sinken.
Die Ökologie kaum jemand mag –
Weil Euros selten stinken.
Hier Boden krank, dort gar verbraucht
Natur stößt an die Grenzen. Weiterlesen

Eine Maisterleistung

MaisfeldWieder eine Maisterleistung

Im späten April erst gesät –
Das ist eigentlich sehr spät –
Kommt das Maiskorn in die Erde,
Dass kein Frost es mehr gefährde.
Im warmen Mai aufgegangen,
Mit dem Wachsen angefangen
Zunächst noch durchaus mit Maß
Doch dann gibt die Pflanze Gas:
Wenn die Sonne schön scheint,
Der Himmel gut weint,
Will der Mais heftig sprießen,
Fängt bald an zu schießen.
Ist der Sommer schön schwül
Und es regnet sehr viel,
Dann kommt er groß heraus
Der Maister des Ackerbaus. Weiterlesen

Star-Ensemble

StareStar-Ensemble

Wetten dass,
bei „Wetten dass“ wieder ein Starensemble
vormontierte Unterhaltung bieten soll.
Wetten dass,
beim FC Bayern nur ein Starensemble
diesen sündhaft teuren Fußball kickt.
Wetten dass,
bei der Oscarverleihung
stets ein Starensemble den roten Teppich
im neuesten Edeltuch betritt.
Wetten dass ,
bei den Pariser Modewochen nur ein Starensemble
teuerster Models auf dem Laufsteg flaniert.
Weiterlesen

Asparagus

SpargelköpfeAsparagus

Tief aus dem Boden
Da komm ich her.
Kaum bin ich da,
beginnt mein Verzehr.
Mein Trieb ist stark
Weißblass die Haut.
Im Magen werde ich
Schnell verdaut.
Du schöner warmer Maien
Kannst mich ins Licht befreien.
Aus dunkler Erdenschicht
Mein Köpfchen Boden bricht.
Die ersten Spargelstangen
Sie steigern das Verlangen.
Ein ganz besondrer Duft
Erfüllt die Küchenluft.
Und mit speziellem Messer
Geht Spargelschälen besser.
Ob roh verzehrt, ob weich gegart –
Die Sprosse bleiben herrlich zart.
Mit goldig brauner Butter
Wird Spargel Edelfutter. Weiterlesen

Böserdig

Ackerdüngung

Böserdig

Könnte ich fühlen wie Mutter Erden
Ich hätte wohl die schlimmsten Beschwerden.
Im naturnahen Wald unter schattigen Bäumen
Darf ich noch von der heilen Welt träumen.
Dort leb ich als Boden ziemlich naturgesund
In meinem Gefüge läuft das Leben noch rund.
Verlasse ich jedoch diesen heimeligen Ort,
dann treffe ich Übel wie Pestilenz und Mord.
Boden wird vergiftet und gefoltert wie noch nie
Degradierung von Erde wird zur Ideologie.
Monokulturen soweit mein Blick streicht
Macht meine Sinne und Seele nicht leicht.
Was hier von der Landwirtschaft wird produziert,
das hat seinen Preis: die Vielfalt verliert. Weiterlesen

Das alte Blatt

Falllaub

Das alte Blatt

Das alte Blatt liegt unzerkaut
Ganz spröde auf der Bodenhaut
Vermisst Kontakt zum Erdenreich –
So wird kein Körper feucht und weich.
Hart rascheln viele Blätterleichen.
Niemand will sie zum Mahle reichen.
Kein Asselchor, kein Milbenheer
Die dächten hier an den Verzehr.
Auch meiden Würmer diesen Ort
Und Schnecken sind seit langem fort.
Hainbuchen steh’n in Reih und Glied,
wo Landwirtschaft das sonst vermied.
Vor Jahren war hier Ackerbau
Und Bodenpflege stets genau
Bestand aus Pflügen, Kultivieren
Fernab von muntren Bodentieren. Weiterlesen